V.l.: NE-WS-Chefredakteur Tony Kaufmann schaute sich mit Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und Kreisdirektor Dirk Brügge die neue Technik an (Foto: S. Büntig / Rhein-Kreis Neuss)

Rhein-Kreis NeussAktuelle behördliche Warnungen über das Lokalradio

Was nach der Flutkatastrophe in Teilen von NRW immer noch gefordert wird, ist im Rhein-Kreis Neuss längst umgesetzt: Offizielle und aktuelle behördliche Warnungen zum Schutze der Bevölkerung können im Lokalradio durchgegeben werden. Bereits seit Mitte 2000 läuft diese Kooperation zwischen dem Rhein-Kreis Neuss und dem Lokalsender NE-WS 89.4. Nun wurde das bisherige Notfallgerät mit Unterstützung des Rhein-Kreises Neuss ausgetauscht und damit technisch auf den neuesten Stand gebracht.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und Kreisdirektor Dirk Brügge sind sich mit NE-WS-Chefredakteur Tony Kaufmann darüber einig, dass die unkomplizierte und aktuelle Informationsversorgung im Katastrophenfall für den Rhein-Kreis Neuss oberste Priorität hat. Bei dem Termin vor Ort bei NE-WS 89.4 waren auch Kreissprecher Benjamin Josephs, Kreisordnungsamtsleiter Marcus Mertens und Michael Wolff, Leiter der Kreisleitstelle, dabei. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke betonte: „In großen Katastrophenfällen, in denen jede Sekunde zählt, ist es wichtig, dass wir die Menschen bei uns im Kreis ohne Zeitverlust warnen. Dafür kann sich die Kreisleitstelle, aber auch unser Kreissprecher Benjamin Josephs ins laufende Programm schalten.“

NE-WS 89.4-Chefredakteur Tony Kaufmann war selbst am Abend des 4. Juni 2021 von zuhause aus auf Sendung, nachdem während eines schweren Unwetters ein Blitz in die Kreisleistelle eingeschlagen war und die Notrufnummern kurzfristig lahmgelegt hatte. Er begrüßt die einfache und direkte Informationsversorgung im Katastrophenfall: „Wir sind als kleine Lokalredaktion nicht 24/7 selbst auf Sendung. Doch mit der Notfalleinwahl können sowohl der Rhein-Kreis Neuss und die Kreisleitstelle als auch wir selbst nach Rücksprache mit den Behörden zu jeder Zeit wichtige Informationen – zur Not auch von Zuhause aus – durchgeben“, erläutert Kaufmann.

Das neue Notfallgerät ersetzt nun das bisherige System. Vor über 20 Jahren hatte die Explosion der „Avanti“ auf dem Rhein im Sommer 1999 den Anstoß gegeben, eine Notfallaufschaltung der Feuerwehr ins laufende Programm zu ermöglichen. Damit ist insbesondere in den überregionalen Sendestunden sowie nachts und an den Wochenenden eine schnelle und direkte Information der Menschen im Rhein-Kreis Neuss möglich.

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