(Foto: Jens Herkströter)
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Hattingen. Um zwei Uhr war heute die Nacht für die Einsatzkräfte der Feuerwehr Hattingen beendet.

Am Böhnkesweg in Elfringhausen wurde der Brand einer Scheune gemeldet. In der Erstalarmierung rückten die hauptamtlichen Kräfte und die Löschzüge Oberbredenscheid und Elfringhausen sowie der Löschzug Gennebreck der Feuerwehr Sprockhövel zur Einsatzstelle aus.

Vor Ort brannte eine ca. 80 qm große Fachwerkscheune inkl. Anbau in voller Ausdehnung. In unmittelbarer Nähe befand sich ein Mehrfamilienhaus. Daher war die wichtigste Aufgabe dieses Gebäude vor dem Übergreifen der Flammen zu schützen. Durch das schnelle Handeln der Einsatzkräfte ist dies gelungen. Auch ein Übergreifen auf die angrenzenden Waldflächen konnte verhindert werden. Hierzu wurde zunächst eine Riegelstellung mit einem Strahlrohr aufgebaut. Aufgrund der starken Wärmestrahlung kühlten die Einsatzkräfte die Fassade des Fachwerkhauses mit einem zweiten Strahlrohr. Weitere Feuerwehrkräfte kontrollierten das Gebäude von Innen und sammelten die Bewohner in einem zentralen Raum. Für sie bestand aufgrund des schnellen Eingreifens der Feuerwehr keine Gefahr.

Während die Inhalte der Löschwassertanks der Einsatzfahrzeuge zunächst zur Brandbekämpfung und zum Gebäudeschutz genutzt wurden, begannen weitere Einsatzkräfte mit dem Aufbau einer Wasserversorgung über eine Länge von ca. einem Kilometer. Das Löschwasser konnte aus einer Zisterne eines landwirtschaftlichen Betriebs entnommen werden.

Bis diese Wasserversorgung aufgebaut war, wurden weitere Tanklöschfahrzeuge der Einheiten Mitte, Nord und Niederwenigern zur Einsatzstelle alarmiert. Den Grundschutz im Stadtgebiet stellten die Kräfte des Löschzuges Mitte sicher.

Nachdem die Wasserversorgung über die lange Wegstrecke sicher stand, konnte der Brand zeitglich mit drei Strahlrohren von mehreren Seiten bekämpft werden. Aufgrund der starken Rauchentwicklung gingen die eingesetzten Kräfte unter schwerem Atemschutz vor.

Da bereits Teile des Gebäudes eingestürzt waren, begannen die Einsatzkräfte die restlichen Gebäudeteile einzureißen, um so sicher in der Einsatzstelle arbeiten zu können.

Nachdem das Feuer unter Kontrolle war, begannen die umfangreichen Nachlöscharbeiten. Unter den Gebäuderesten kamen immer wieder Glutnester zu Vorschein, die abgelöscht werden mussten. Abschließend wurde die Einsatzstelle mit einer Schicht aus Löschschaum bedeckt.

Im Bereich der Wasserentnahme an der Zisterne erfolgte im Laufe des Einsatzes eine Nachfüllung des 100 Kubikmeter fassenden Behälters durch die Wasserentnahme aus dem Felderbach.

Um 7 Uhr konnte “Feuer aus” gemeldet werden. Nun müssen umfangreiche Aufräumarbeiten durchgeführt werden. Hier gilt es mehr als zwei Kilometer Schlauchleitung aufzurollen und zur Reinigung zu verbringen. Auch eine Vielzahl von Atemschutzgeräten muss wieder einsatzbereit gemacht werden. Damit diese in ausreichender Zahl an der Einsatzstelle vorhanden waren, kam auch der Abrollbehälter Atemschutz zum Einsatz.

An dem mehr als fünfstündigen Einsatz waren alle Einheiten der Hattinger Feuerwehr sowie Kräfte aus Sprockhövel beteiligt. Den 80 Einsatzkräften ist es zu verdanken, dass ein Übergreifen auf das Wohnhaus verhindert werden konnte.

Die Einsatzstelle wurde an die Polizei zur Brandursachenermittlung übergeben. (ots)

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