Maximilian Wolters (Foto: privat)
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Kreis Viersen/Rhein-Ruhr. Anlässlich des Weltbodentages am 5.12. fordern die Jungen Liberalen NRW die Einführung eines Flächen-Zertifikatehandels. Dieser sieht vor, dass für Außenbereiche, welche in Bauland umgewandelt werden sollen, künftig Zertifikate notwendig sind: „Der effiziente Umgang mit versiegelten Flächen ist ein enorm wichtiger Nachhaltigkeitsfaktor. Kommunen können so aktiv Klimaschutz betreiben. Wir Junge Liberale sind davon überzeugt, dass es Anreize für Kommunen braucht, möglichst schonend mit Flächen umzugehen“, erklärt Alexander Steffen (28), Landesvorsitzender der Jungen Liberalen NRW, das Grundprinzip.

Konkret möchten die JuLis ähnlich dem Prinzip des Emissions-Zertifikatehandels auch bei versiegelten Flächen agieren: Flächen in Außenbereichen der Kommunen können demnächst nur in Bauland umgewandelt werden, indem man entsprechende Zertifikate erwirbt. Wird die Ausweisung von Bauland hingegen zurückgenommen, bekommen Kommunen neue, sogenannte „Weiße Zertifikate“. Für Kommunen wird es zukünftig so besonders attraktiv, schonend mit ihrer Fläche umzugehen: „Das System wurde bereits in Modellversuchen erfolgreich durchkalkuliert und wäre eine vielversprechende Innovation für gelebte Nachhaltigkeit in den Kommunen NRWs. Es wird Zeit, die Modellversuche nun konsequent Realität werden zu lassen“, so Steffen.

Die Jungen Liberalen in Viersen unterstützen die Idee der Umsetzung des Flächen-Zertifikatehandels: „Auch hier im Kreis Viersen sehen wir bereits heute die Problematik im Umgang mit versiegelten Flächen. Im Jährlich Kreismonitoring wurde in den letzten Jahren auf den weitergehenden Verlust von Landwirtschaftlichen Flächen und die zunehmende Flächenversiegelung hingewiesen“, so Kreisvorsitzender Maximilian Wolters.

Zudem fehlt es neben den rein ökologischen Aspekten an Anreizen zum schonenderen Umgang. Daher gehen wir JuLis in Viersen gerne voran und unterstützen die Einführung eines Flächen-Zertifikatehandels, damit auch hoffentlich bald bei uns vor Ort schonender mit Flächen umgegangen wird“, führt der Kreisvorsitzende der Jungen Liberalen Viersen weiter aus.

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