Haben den Krefelder Ehrenpreis vorgestellt (von links): Ricarda Fries aus dem städtischen Team Ehrenamt und Brauchtum, Oberbürgermeister Frank Meyer und Schirmherrin Karin Meincke (Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, A. Bischof)

Krefeld. Oberbürgermeister Frank Meyer hat den neuen mit 5.000 Euro dotierten Krefelder Ehrenamtspreis „Miteinander füreinander” vorgestellt. Die Stadt Krefeld verleiht seit 1983 den „Preis für Bürgerschaftliche Selbsthilfe”, um das ehrenamtliche Engagement anzuerkennen und zu würdigen. „Der Preis ist mit seinem Namen und mit seinen Regularien nicht mehr zeitgemäß”, so Frank Meyer. Auch die Formen des Ehrenamtes selbst haben sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert. „Das Ehrenamt hat eine unheimliche Professionalisierung erfahren. Ohne dieses ehrenamtliche Engagement lägen weite Teile dessen, was wir `Stadtgesellschaft´ nennen, vermutlich brach”, betont der Oberbürgermeister. Beide Aspekte bildeten die Triebfeder, den Preis innovativ neu auszurichten.

5000 Euro Preisgeld

Eine nach außen hin wesentliche Änderung ergibt sich aus der Erhöhung des Preisgeldes von bislang 2.500 auf 5.000 Euro. Dieses wird künftig nicht mehr auf mehrere Gruppen oder Personen verteilt, sondern es wird nur noch einen Preisträger geben – eine Einzelperson, Gruppe oder Institution. Neben dem Preisgeld und einer Urkunde erhält der Preisträger eine Trophäe, die noch gemeinsam mit den Designern der Hochschule Niederrhein entwickelt wird. Zudem soll ein Videobeitrag in Zusammenarbeit mit dem städtischen Presseamt über die Arbeit des Preisträgers produziert werden.

„Anregungen für den Preisträger können sowohl aus der Bürgerschaft kommen als auch aus Politik und Verwaltung stammen”, erläutert Ricarda Fries aus dem städtischen Team Ehrenamt und Brauchtum. Sie hat das neue Konzept erarbeitet. Es können Personen, Gruppen, Vereine und Initiativen aus Bereichen wie Soziales, Sport, Umwelt, Kultur und Bildung vorgeschlagen werden. Unter den alten Rahmenbedingungen war der potentielle Preisträgerkreis zuletzt stark eingeschränkt. Auch bei der Besetzung der Jury hat es eine wesentliche Änderung gegeben: Statt Vertreter der Politik werden demnächst Vertreter aus der Stadtgesellschaft als Jury unter der Leitung von Schirmherrin Karin Meincke dem Stadtrat einen Preisträger vorschlagen. Der neuen Jury mit elf Mitgliedern gehören der Schirmherr und der Vorjahresgewinner an sowie je ein Mitglied der AG Christlicher Kirchen, AG der Wohlfahrtsverbände Krefeld, AG Krefelder Bürgervereine, Freiwilligenzentrum, Integrationsausschuss, Jugendbeirat, Kulturrat, Seniorenbeirat und Stadtsportbund.

Bürgermeisterin a. D. Karin Meincke ist Schirmherrin

Für die kommenden drei Jahre konnte Frank Meyer die Bürgermeisterin a. D., Karin Meincke, als Schirmherrin und Kennerin des ehrenamtlichen Engagements in Krefeld gewinnen. „Die neue Jury-Vorsitzende ist im gesellschaftlichen Leben der Stadt bekannt und tief verwurzelt in der Ehrenamtsszene”, so der Oberbürgermeister. Meincke selbst freut sich auf die neue Herausforderung. „Ich bin begeistert von der hier vorhandenen Vielfalt. Das Ehrenamt wird mit dem Preis von allen Seiten beleuchtet, alle Facetten werden dargestellt”, so Meincke. Mit der Zustimmung des Stadtrates in seiner Sitzung im Dezember soll anschließend der offizielle Aufruf folgen. Die Bewerbungen können dann per E-Mail unter ehrenamtspreis@krefeld.de eingereicht werden. „Wir freuen uns auf viele tolle Anregungen aus der Bürgerschaft. Die Auswahl für bedeutsame ehrenamtliche Leistungen ist in Krefeld ja sehr groß”, sagt Meyer.

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