Rudolf Kretz-Manteuffel (Foto: privat)

Moers/Kreis Wesel. Die Impfstelle in Moers habe eine deutlich zu niedrige Kapazität, das kritisiert FDP-Kreistagsfraktion. „600 Impfungen pro Woche sind einfach viel zu wenig. In Duisburg-Homberg ist die Kapazität sieben mal so hoch“, sagt FDP-Fraktionschef Rudolf Kretz-Manteuffel. Die Booster-Nachfrage sei enorm und nebenbei gelte es auch die zusätzliche – durch die neuen Regeln verursachte – Nachfrage an Erstimpfungen zu befriedigen. Die Termine in Moers seien bereits sofort nach Veröffentlichung komplett ausgebucht gewesen – so wie im ganzen Kreis auch. Es sei ein Rätsel, warum der Kreis nicht endlich die Städte einbinde oder sie schlichtweg mit einem Teil der Organisation beauftrage.

Nur mit massenhaften Impfungen könne man das Gesundheitssystem ab Mitte Januar spürbar entlasten und noch drastischere Freiheitseinschränkungen abwenden, führt Kretz-Manteuffel aus. „Wenn das Angebot zu umständlich ist und es keine kurzfristigen Termine gibt, hält das einige Leute vom Impfen ab, aber genau diese Impfungen sind wichtig, um in der Pandemiebekämpfung voran zu kommen.“

In Moers brauche es mehr Angebote und zwar schnell, so das Credo der Freidemokraten. Kretz-Manteuffel abschließend: „Bis dahin müssen wir die Menschen weiter zum Impftourismus nach Duisburg-Homberg ermuntern, denn dort läuft es einwandfrei. Tausende  Moerser haben das bereits getan. Egal wo verabreicht – eine Impfung mehr ist immer eine gute!“ 

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