v.l. Michael Eichstädt, Hülya Benzer, Sarah Biermann, Lena Schulz, Ariane Witte und Susanne Bons (Foto: Antje Prömper)
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Viersen. Die Gewinnerinnen und Gewinner des „Viersen Awards“ stehen fest. Eine Fachjury hat vier Siegerkonzepte ausgewählt. Die kreativen Geschäftsideen sollen nun genutzt werden, um vier leerstehende Ladenlokale in der Viersener Innenstadt zu beleben. Ins Leben gerufen hat den „Viersen Award“ die städtische Wirtschaftsförderung. Gefördert wird das Angebot von der Landesinitiative „Zukunft. Innenstadt. Nordrhein-Westfalen.“

Sieben Bewerbungen sind in der sechswöchigen Teilnahmefrist eingereicht worden. Bürgermeisterin Sabine Anemüller zeigte sich erfreut über das rege Interesse: „Wir freuen uns über die Resonanz und Qualität der Bewerbungen. Ich bin sehr froh, dass so viele mutige Menschen mit Visionen Lust haben, die Attraktivität und Angebotsvielfalt unser Innenstadt mit eigenen Ideen weiter zu steigern.“

Sarah Biermann konnte die Jury mit ihrem Konzept „Universe of Fantasy“ überzeugen. Mit einem zukünftigen Handelsgeschäft für Fantasy, Games, Merchandise und Gamerlounge soll insbesondere der wachsende Markt an neuen Zielgruppen und Fans von Fantasy, Science-Fiction, Animes und Games angesprochen werden und hoffentlich sehr bald in Viersen in eine andere Welt eintauchen können.

Das zweite Siegeridee von Hülya Benzer und Michael Eichstädt soll besondere Sinnes- und Genusserlebnisse bieten und zu mehr Aufenthaltsqualität in der Innenstadt beitragen Der Name des Geschäftskonzeptes soll noch nicht verraten werden. Es geht um die Verknüpfung von Café mit Confiserie und Wohlfühlatmosphäre, Showarbeiten am offenen Arbeitsplatz, Dekoartikel, Blumen, Floristik sowie ausgewählte Tee und Kaffees.

Mit dem Konzept „Roots“ für einen Szeneladen im Bereich Rock und Heavy Metal haben Lena Schulz und Ariane Witte den Viersen-Award gewonnen. Musikevents, eine gemütliche Coach zum Quatschen sowie der Verkauf von szenespezifischen Artikel aus dem Bereich Mode, Accessoires, Dekoartikel und Musik stehen im Mittelpunkt. Der Szenetreff soll Anlaufstelle für alle Altersgruppen sowie Liebhaberinnen und Liebhaber von Subkultur-Rock, Metal und D.I.Y., Underground- und Independent-Musik werden und eine Plattform für lokale Künstler und Kunsthandwerker bieten.

Mit „Artbons“ möchte Susanne Bons eine Galerie für Kunstausstellungen, Vernissagen und vielfältige Kursangebote im Bereich der Erwachsenenbildung sowie ein offenes Atelier verwirklichen. Neben Originalkunstwerken und Kunstdrucken sollen Malutensilien zum Angebot gehören. Für Kreative und Kunstinteressierte sollen darüber hinaus besondere Workshops, Events und kreative Austauschformate geboten werden.

Für die Fachjury war die Entscheidung nicht einfach. Zum Auswahlgremium gehörten neben Frank Rehme, Leiter des Kompetenzzentrums Handel 4.0, und Markus Ottersbach, Geschäftsführer des Handelsverbandes, Marina Heuermann und Susanne Laurenz von der Wirtschaftsförderung der Stadt Viersen. Alle Bewerbungen wurden nach einem vorher festgelegten Kriterienkatalog bewertet. Wichtig waren unter anderem die Stimmigkeit des Konzeptes, der Innovationsgrad und die Innenstadttauglichkeit.

Alle vier Siegerkonzepte können sich auf ein gefördertes Ladenlokal in der Viersener Innenstadt und ein umfangreiches Unterstützungspaket der Wirtschaftsförderung freuen. Der Viersen Award umfasst dank der Förderung durch das „Sofortprogramm zur Stärkung unserer Innenstädte und Zentren in NRW“ eine bis zu 80 Prozent reduzierte Miete für ein leerstehendes Ladenlokal für die Dauer von bis zu 24 Monaten.

„Bevor es soweit ist, sind noch viele Details zu klären und Gespräche zu führen“, skizziert Marina Heuermann von der Wirtschafsförderung der Stadt Viersen die nächsten Schritte. „Dazu gehören beispielsweise Einzelworkshops, in denen noch an den Businessideen gefeilt und justiert wird und die nächsten Schritte besprochen werden.“ Zum Start ins neue Jahr sollen die ersten Siegerkonzepte in die Ladenflächen einziehen.

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