Der Willicher Makler Andreas Nagel (li.) hat die Förderung des Krefelder Hospiz durch das BNI-Chapter Bunter Garten angestoßen. Hospiz-Leiter Alexander Henes freut sich über die Hilfe (Foto: privat)

Krefeld/Mönchengladbach/Willich. „Dass unsere Arbeit für schwerkranke Menschen und ihre Angehörigen in diesem Netzwerk empfohlen wird, ist eine ganz andere Form der Anerkennung, aber auch sehr wichtig“: Alexander Henes, Leiter des Hospiz am Blumenplatz, freut sich über eine besondere Beteiligung: Das Chapter „Bunter Garten Mönchengladbach“ des BNI (Business Network International) hat das Krefelder Hospiz als Fördermitglied aufgenommen.

Das bedeutet, dass die Chapter-Mitglieder das Konzept, über Empfehlungen neue Aufträge für ihr Unternehmen zu gewinnen, auf die soziale Arbeit übertragen: Sie empfehlen die Hospiz-Arbeit und die Unterstützung dieser Arbeit durch Spenden.

Der Hintergrund: Andreas Nagel, amtierender Chapter-Director des „Bunten Garten“ und selbst Makler in Willich, hatte Alexander Henes über eine eBay-Kleinanzeige kennen gelernt und sich über die Hospiz-Arbeit informiert – in Gesprächen und bei einem Besuch im Hospiz. „Für mich war es das erste Mal, dass ich Kontakt zur Hospiz-Arbeit bekommen habe, und ich war sehr positiv überrascht von dem, was ich gesehen und erfahren habe. Wegen der Corona-Einschränkungen konnte ich nur einen kleinen Teil und den Garten besichtigen und war beeindruckt: Er ist hochgradig respektvoll und den Bedürfnissen der Gäste entsprechend gestaltet“, schildert Andreas Nagel seinen ersten Eindruck. Diesen hatte er seinen 28 Chapter-Kollegen/-innen vermittelt und so war in der Gruppe der Entschluss entstanden, über das BNI-Netzwerk auch die Hospiz-Arbeit zu unterstützen.

Business Network International ist als Organisation in 74 Ländern vertreten. In den Chaptern (örtlichen oder regionalen Gruppen) treffen sich Unternehmer aus den verschiedensten Bereichen zum Erfahrungs- und Empfehlungsaustausch – in der Regel einmal pro Woche zum Frühstück, wobei dies derzeit von den jeweils gültigen Vorgaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie abhängt und ggf. durch ein virtuelles Treffen ersetzt wird. Ein Chapter nimmt pro Fachgebiet immer nur ein Mitglied auf. Das „strategische Empfehlungsmarketing“ unterstützt die Mitglieder bei der Gewinnung neuer Kunden. Das Chapter in Mönchengladbach ist in der Aufbau-Phase: Es wurde zum 1. September dieses Jahres gegründet, die Mitglieder kommen aus dem Großraum Mönchengladbach.

InfoKlick: www.bni.de

 

Hintergrund

Das Hospiz am Blumenplatz wurde 2004 eröffnet. „Die Würde des Menschen ist unantastbar – bis zuletzt!“ – das ist der Leitspruch aller hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiter/-innen der Einrichtung für Menschen in ihrer letzten Lebensphase. Die Gäste sind Menschen jeden Alters, die eine lebensbegrenzende Erkrankung haben und im letzten Stadium eine palliative Versorgung benötigen. Das Hospiz bietet Platz für 13 Gäste.

Dem Team ist es wichtig, dass die Gäste die Zeit im Hospiz so fröhlich und friedvoll wie möglich verleben. Dazu gehören die palliative Pflege und die Zusammenarbeit mit den Palliativ-Medizinern, aber auch Zusatzangebote wie etwa Musiktherapie, Aroma- oder Kunsttherapie…

Das Finanzierungskonzept der Hospiz-Arbeit sieht vor, dass die Hospize 95 % des Pflegesatzes von den Kranken- und Pflegekassen erhalten, 5 % sowie alle Kosten für zusätzliche Angebote und Therapien müssen über Spenden aus „bürgerschaftlichem Engagement“ finanziert werden.

Die ehrenamtlichen Helfer/-innen begleiten die Gäste des Hospizes im Gebäude, sind aber auch in der ambulanten Betreuung bei schwerstkranken Menschen zuhause oder in Seniorenheimen tätig. Die ambulante Sterbebegleitung wird künftig mit mehr Ehrenamtlern/-innen und einer Weiterentwicklung des Konzeptes ausgebaut.

InfoKlick: www.hospiz-krefeld.de

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