Symbolbild

Marl. Der Zentrale Betriebshof der Stadt Marl (ZBH) und Westenergie starten einen gemeinsamen Probebetrieb einer neuen Solarinfrastruktur. Das Dach des ZBH ist für die Montage von herkömmlichen Photovoltaikpanelen zur Gewinnung von Solarenergie statisch nicht geeignet. Die beiden Projektpartner testen nun den Einsatz von Solarfolie auf der Dachfläche. Der große Vorteil dieser Innovation liegt in ihrem geringen Gewicht. Solarfolie könnte somit eine interessante Möglichkeit für Dachflächen bieten, die über keine ausreichende statische Kapazität für herkömmliche Photovoltaik verfügen. Auf dem Dach des ZBH an der Zechenstraße 20 werden daher in Kürze Solarfolien-Module installiert.

“Wir möchten mit diesem Pilotprojekt Erfahrungen mit der Anbringung von Solarfolie auf Dächern sammeln. Das Flachdach des Zentralen Betriebshofs bietet sich dafür optimal an. Bisher wurden lediglich Daten über die Montage an Fassaden gesammelt”, sagt Dirk Wißel, Kommunalmanager bei Westenergie.

Die innovative Solarfolie „HeliaSol“ der Firma Heliatek ist eine „Ready-to-Use“ organische Solarfolie, die sehr leicht, flexibel und ultra-dünn ist. Ausgestattet mit einem integrierten Rückseitenkleber kann HeliaSol auf eine Vielzahl von Untergrundmaterialien wie Glas, Metall oder Beton geklebt werden, ohne dass aufwendige Unterkonstruktionen erforderlich sind. Die einzelnen Solarfolien-Module haben eine Standardgröße von 436 x 2.000 Millimetern und werden mit einer zentralen Anschlussdose ausgeliefert.

„Das Erzeugen und Nutzen von Solarenergie ist ein Gebot der Stunde. Daher suchen wir schon lange nach einer geeigneten Lösung für unser Flachdach. Wir waren von der Idee der Installation von Solarfolie sofort begeistert und sind sehr gespannt, wieviel Strom wir damit erzeugen werden. Den gewonnenen Strom wollen wir ausschließlich selbst nutzen“, sagt Michael Lauche, Leiter des Zentralen Betriebshofs der Stadt Marl.

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