(Foto: Stadt Grevenbroich)
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Grevenbroich. Zum Abschluss der Ratssitzung am Donnerstag verlas Bürgermeister Klaus Krützen eine Erklärung gegen Hass und Hetze, die im Nachgang von einer großen Mehrheit der Ratsmitglieder unterschrieben wurde. Anlass waren demokratiefeindliche Äußerungen in den sozialen Netzwerken.

In der Grevenbroicher Innenstadt werden seit vergangener Woche die 2G-Kontrollen für Kundinnen, Kunden und Händler vereinfacht: Wer an einer der acht Prüfstellen seinen Impfstatus nachweist, erhält ein Band um das Handgelenk und kann damit den Tag über die Geschäfte des Einzelhandels besuchen. Diese positive Initiative im Sinne der Betroffenen hat wenige Minuten nach Veröffentlichung zu demokratiefeindlichen Kommentaren in den sozialen Netzwerken, insbesondere auf verschiedenen Facebook-Seiten geführt. Das nahm Bürgermeister Krützen zum Anlass, eine gemeinsame Erklärung gegen Hass und Hetze und für gemeinsames Handeln in den Stadtrat einzubringen und die Ratsmitglieder aufzufordern, sich dieser Erklärung anzuschließen.

Auf die Frage, ob Symbole der faschistisch/rassistischen Verfolgung während der Zeit des Nationalsozialismus auf die heutige Zeit übertragen werden dürften, gebe es nur eine Antwort: „Nein!“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung. Und weiter: „Kein Impfgegner, Corona-Leugner oder selbsternannter Querdenker hat das Recht dazu, das erlittene Leid und den millionenfachen Mord an jüdischen Mitmenschen für eigene Propagandazwecke zu missbrauchen.“ Die Erklärung schließt damit, dass Grevenbroich eine liebens- und lebenswerte Heimatstadt sei. „Wir setzen uns mit aller Kraft dafür ein, dass es so bleibt und lassen uns von Hetzern und Relativierern nicht einschüchtern.“

Die gemeinsame Erklärung unterschrieben 44 der 46 anwesenden Ratsmitglieder.

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