(Foto: Bundespolizei)

Kleve/Kempen/Willich. Am Dienstagmittag, 21. Dezember 2021 um 13:00 Uhr, meldete sich der rumänische Fahrer eines in Großbritannien zugelassen Lastkraftwagen telefonisch bei der Polizei in Viersen. Der 54-Jährige teilte mit, dass er sich mit seinem Fahrzeug auf der Bundesautobahn A 52 am Rastplatz Cloerbruch befindet. Weiter gab er an, dass er Klopfgeräusche aus dem Palettenfach seines LKW-Aufliegers gehört hat.

Die hinzugerufene Streifenwagenbesatzung der Polizei Viersen und der Fahrer öffneten danach gemeinsam das Palettenfach am Sattelauflieger. Hierin befanden sich zwei 26-jährige und ein 23-jähriger Eritreer. Die Männer wurden daraufhin vor Ort in Gewahrsam genommen und zwecks weiterer Sachbearbeitung der Bundespolizei in Kempen übergeben.

Zur ursprünglichen Reiseroute befragt gab der Fahrer an, dass er am Dienstagmorgen um 6:40 Uhr in Veume (Belgien) mit dem Fahrziel Großbritannien losgefahren ist. Er erhielt jedoch eine neue Order seines Disponenten. Hiernach war er nun mit seinem vermeintlich leeren LKW auf dem Weg nach Duisburg um Ladung aufzunehmen. An der Raststätte Cloerbruch habe er dann angehalten um die LKW-Maut zu bezahlen.

Im Rahmen der Vernehmungen gaben die Eritreer gegenüber der Bundespolizei an, dass sie im Juli 2021 aus Äthiopien in die Türkei gefahren sind. Aus der Türkei ging die Reise über Griechenland nach Belgien. Weiter teilten sie mit, dass Ihr Fahrziel Großbritannien sei. Nach der Abfahrt in Belgien haben die Männer dann auf dem Rastplatz durch Klopfen auf sich aufmerksam gemacht.

Anhand der Fingerabdrücke konnte ermittelt werden, dass die 26-Jährigen bereits in Griechenland erkennungsdienstlich behandelt wurden. Die Auswertung der Fingerabdrücke des 23-Jährigen erbrachte kein Ergebnis. Die drei Eritreer wurden am Mittwochmorgen nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen mit einer Anlaufbescheinigung zur Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Bochum aus dem Gewahrsam entlassen. (ots)

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