v.l. Julia Ursula Blömer, Greta Theresa Viktoria Hellenthal und Emma Jonat freuen sich auf Ihre Zeit am Moerser St. Josef Krankenhaus. Nicht auf dem Foto: Defne Cigdem Koc (Foto: privat)

Moers. Das St. Josef Krankenhaus Moers hat die Anerkennung als Akademisches Lehrkrankenhaus der Universitätsmedizin Hamburg erhalten. Der Kooperationsvertrag mit der UMCH – Universitätsmedizin Neumarkt a. m. Campus Hamburg – stellt eine große Wertschätzung der medizinischen Arbeit des Krankenhauses dar. Die Medizinstudenten der Uni in Hamburg, werden ihr Praktisches Jahr (PJ) in den verschiedenen Kliniken des St. Josef Krankenhauses absolvieren. „Attraktiv für die Studierenden am St. Josef Krankenhaus ist besonders die Verknüpfung von familiärer Atmosphäre und Menschlichkeit mit der high-tech  Medizin in verschiedensten Fachgebieten“, so Chefarzt Dr. Christoph Vogt, Direktor des Zentrums für Innere Medizin, „Die Studenten lernen hier direkt während sie in unseren realen Klinikablauf eingebunden werden. Interdisziplinäres Zusammenarbeiten wird von der ersten Sekunde an beigebracht.“

Ab Januar werden die ersten vier Studentinnen ihr Praktisches Jahr in Moers absolvieren. Je nach Bedarf ist der Umfang der besetzten Praktikumsplätze variabel. Den angehenden Ärztinnen stehen alle Kliniken des Krankenhauses zur Verfügung: Chirurgie und Innere Medizin mit den Schwerpunkten Kardiologie, Diabetologie, Gastroenterologie, Infektionserkrankungen und Geriatrie, Neurologie, Urologie, Gynäkologie und Geburtshilfe sowie Anästhesiologie, Orthopädie und Traumatologie, Allgemein- und Viszeralchirurgie, Psychiatrie, Radiologie und Palliativ- und Schmerzmedizin. Im Praktischen Jahr sollen die Studierenden ihre bereits an der Uni erworbenen theoretischen Kenntnisse bei der Betreuung von Patientinnen und Patienten anwenden und vertiefen.

„Die Studierenden werden von Anfang an in die alltäglichen Prozesse eingebunden“, erklärt Prof. Dr. Stefan Isenmann, Chefarzt der Klinik für Neurologie und klinische Neurophysiologie, „wir werden sehr praxisorientiert lehren, d.h. den Studierenden werden Patienten zugeordnet, deren Anamnese sie dann erheben und Fallberichte erstellen. Wir haben eine Art Logbuch für unsere Studierenden erstellt, anhand dessen diese sehen können, welche Punkte der Ausbildung sie bereits durchlaufen haben.“ Als mittelgroßes Krankenhaus mit vielen Fachabteilungen, darunter besonderen Kliniken, die nicht jedes Krankenhaus abdeckt, wie zum Beispiel Urologie, Neurologie und Psychiatrie, kann den Studierenden der UMCH eine persönliche und individuelle im klinischen Alltag der Hochklassemedizin angeboten werden. „Nach Frühbesprechung und Visite, an denen die Studierenden teilnehmen werden, bieten wir Kurse für zum Beispiel Echokardiographie und Ultraschall an“, berichtet Dr. Christoph Vogt, „die angehenden Ärztinnen und Ärzte trainieren die köperliche Untersuchung der Patienten und erlernen das Grundwerkzeug eines Mediziners. Dazu gehört u.a. die Blutabnahme.“

Die vier Studentinnen aus Hamburg, die während ihres praktisches Jahres in Moers in krankenhauseigenen Appartements untergebracht werden, werden von Mentoren betreut. Chefärzte und Oberärzte, die die individuelle Betreuung übernehmen, freuen sich schon auf die Arbeit mit den „Neuen“.

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