Der Eingangsbereich mit Blick in die große Mensa (Foto: Stadt Geldern/Seybert)
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Geldern. Vor einigen Wochen übergab die Gelderner Baugesellschaft (GBG) das neue Schulgebäude der Albert-Schweitzer-Grundschule an die Schulgemeinschaft. Einige Details des Neubaus im Überblick.

Projektverantwortliche
Das gesamte Modernisierungsprojekt an der Gemeinschaftsgrundschule führt die GBG in eigener Regie durch. Das heißt, der Entwurf, die Planung, die Ausschreibung und die Bauleitung wurden von den GBG-Mitarbeitern Ernst-Christian Gerats (Architekt) und Jan Spickmann (Bautechniker) durchgeführt. 60 Prozent der bisherigen Gewerke wurden von Unternehmen aus dem Kreis Kleve ausgeführt.

Der Neubau
In dem 2200 Quadratmeter großen Neubau sind fünf Klassenräume entstanden, jeweils mit angegliedertem Differenzierungsraum. Der Neubau verfügt über einen Aufzug sowie eine Schulbücherei, jede Etage enthält ein rollstuhlgerechtes WC.

Mensa und OGS
Die Mensa sowie die Schulküche befinden sich im Erdgeschoss. Hier ist auch der gesamte OGS-Bereich – inklusive Büro und Aufenthaltsraum – untergebracht.

Technik
Jede Klasse wurde mit einem interaktiven Whiteboard ausgestattet. Die Fußbodenheizung im Neubau und Heizkörper im Altbau werden über die Luft-Wasser-Wärmepumpe versorgt. Eine Photovoltaik-Anlage sorgt für die Stromversorgung. Im gesamten Neubau gibt es Lichtsensoren mit integrierten CO2-Messgeräten.

Außenbereich
Auch der Außenbereich wird zurzeit noch erneuert. Hier entstehen ein Fußballfeld, verschiedene Klettermöglichkeiten und eine Go-Kart-Fahrbahn.

Graffiti
Ein großes Albert-Schweitzer-Graffiti ziert die Wand am neuen Fahrradunterstands neben dem Haupteingang. Angefertigt wurde es vom Gelderner Künstler „Mattez“ und seinem Kollegen „Norm Abartig“ aus Mönchengladbach. Für „Mattez“ war es das erste Projekt an einer Gelderner Schule. Nach fünf Tagen und knapp 60 verbrauchten Sprühdosen war das Kunstwerk fertig.

Kosten
Die geplanten Kosten für das gesamte Projekt – Neubau und Sanierung des Altbaus – liegen bei 10,5 Millionen Euro. Die GBG geht zurzeit davon aus, am Ende unter dem geplanten Budget zu bleiben.

3-Fragen-Interview:

Die beiden Projektverantwortlichen der Gelderner Baugesellschaft, Ernst-Christian Gerats (r.) und Jan Spickmann (l.), im Gespräch.

Herr Gerats, Herr Spickmann, was sind für Sie die Highlights des Gebäudes?
GERATS Die funktionale Grundstruktur des Gebäudes hat uns einigen Spielraum für die Ausstattung gebracht. Technisch ist die Schule auf dem neusten Stand, die Akustik ist ,hörbar` sehr gut und die zahlreichen Einbaumöbel schaffen aufgeräumte und klare Räume.
SPICKMANN Der neue Vorplatz mit der Eingangssituation und der direkt angeschlossen großen Mensa wird hoffentlich ein Raum, den die Schule zu jeder Gelegenheit nutzen und bespielen wird. Es ist quasi das Herzstück der Schule.

Wie lange haben die Arbeiten insgesamt gedauert?
GERATS Im November 2019 wurden dem Schulausschuss erste Planungen vorgestellt. Im Sommer 2020 starteten die Vorarbeiten, zum Beispiel der Abriss des alten WC-Trakts oder die Sanierung des Dachs vom Bestandgebäude.
SPICKMANN Im November 2020 war die Grundsteinlegung, kurz danach kamen dann die ersten Wände.


Wann soll das gesamte Projekt an der Albert-Schweitzer-Schule abgeschlossen sein?

SPICKMANN Zu Beginn des neuen Schuljahrs im Sommer 2022. Ende dieses Jahres werden die Arbeiten im Außenbereich fertiggestellt sein. Anschließend beginnt die Sanierung des Altbaus.
GERATS Wenn die Sanierung des Bestandsgebäudes fertig ist, wird man keinen Unterschied zwischen Bestand und Neubau erkennen. Die Übergänge zwischen den Gebäuden werden fließend sein.

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