Demonstration der neuen Trage mit einem der drei neuen RTW auf dem Gelände der Hauptwache der Feuerwehr Viersen. Im Bild (von links): Michael Lammertz (Abteilungsleiter Rettungsdienst), Christian Canzler (Erster Beigeordneter und Stadtkämmerer), Mitarbeiter des Rettungsdienstes, Heinz Plöckes (Vorsitzender des Ordnungs- und Straßenverkehrsausschusses), Bürgermeisterin Sabine Anemüller, Markus Wiek (Leiter Rettungswache) (Foto: Stadt Viersen)

Viersen. Die Feuerwehr Viersen hat drei neue Rettungswagen (RTW) in Dienst gestellt. Die Fahrzeuge sind mit neuen Hydrauliktragen ausgestattet. Für die neuen RTW und ihre Ausstattung investierte die Stadt Viersen mehr als 600.000 Euro.

Rettungswagen werden stetig weiterentwickelt. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rettungsdienstes der Feuerwehr Viersen beteiligen sich an diesen Prozessen. Ergebnis ist unter anderem ein kreisweit gültiges Konzept für die Gestaltung der Fahrzeuge. So wird sichergestellt, dass alle Rettungsdienstkräfte im Kreis Viersen sich in allen RTW im Kreis zurechtfinden.

Die neuen RTW erreichen in der Spitze Tempo 130. Sie wiegen voll ausgestattet 5,3 Tonnen. Dank eines luftgefederten Fahrwerks können Patientinnen und Patienten besonders schonend transportiert werden. Sie ersetzen ältere Fahrzeuge aus den Jahren 2014 und 2016. Diese RTW bleiben als Notfallreserve bei der Feuerwehr Viersen.

Eine Premiere sind die „elektrohydraulischen Fahrtragen mit adaptiver Beladeeinheit“. Nach umfangreichen Tests mit Systemen mehrerer Hersteller fiel die Entscheidung für eine Trage, die die Anforderungen der Praxis besonders gut erfüllt. Beispielsweise können mit ihr Patientinnen und Patienten bis zu 320 Kilogramm Gewicht transportiert werden. Die hohe Tragkraft wird im Rettungsdienst-Alltag immer häufiger benötigt.

Heben und Senken der Liegefläche erledigt die Trage aus eigener Kraft. Rücken- und Beinteil sind verstellbar. So wird auch der Sitzendtransport einfach möglich. In dieser Stellung kann die Trage bis auf 1,25 Meter Länge verkürzt werden – optimal für den Einsatz in kleinen Personenaufzügen. Ein spezielles Mutter-Kind-Rückhaltesystem gehört ebenso zur Ausstattung wie eine Beleuchtung. Diese kann bei Bedarf sogar als Blaulicht eingesetzt werden.

Zu dem System der Trage gehören drei Teile: Die abnehmbare Krankentrage wird auf ein Gestell gesetzt, das „elektrohydraulisches Fahrgerät“ heißt. Zusammen werden diese beiden Elemente mit einer speziellen „Beladeeinheit“ in und aus dem RTW befördert. Die Beladeeinheit sorgt zugleich dafür, dass die Patientinnen und Patienten während der Fahrt gefedert gelagert werden. Flexible Verstell- und Stabilisierungsmöglichkeiten ermöglichen die optimale Versorgung.

Die Feuerwehr Viersen stellt innerhalb des Stadtgebietes fünf Rettungswagen (RTW), ein Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) und drei Krankentransportwagen (KTW). Stationiert sind die Fahrzeuge auf der Rettungswache an der Gerberstraße und auf der Rettungswache Dülken an der Sternstraße.

Beitrag drucken
Anzeigen