v.l. PD Dr. C. Anger, PD Dr. A. Tittel, Dr. F. Paetzold, Prof. Dr. S. Langer (Foto: Detlef Ilgner)

Mönchengladbach. Nach mehr als 25 Jahren gibt Dr. Frank Paetzold den Vorsitz des Fördervereins  ab. Der Freundeskreis hat dem Krankenhaus in diesem Jahr rund 60.000 Euro Spendenmittel zukommen lassen.

Er war bei der Gründung des Freundeskreises Bethesda dabei und hatte seitdem den Vorsitz inne. Nun gibt Dr. Frank Paetzold nach mehr als einem Vierteljahrhundert erfolgreicher Arbeit den Staffelstab weiter. Den Vorsitz im wahrscheinlich ältesten Förderverein in der Mönchengladbacher Krankenhauslandschaft übernimmt mit Dr. Christian Anger der langjährige, sich inzwischen im Ruhestand befindliche Ärztliche Direktor und Chefarzt der Anästhesie des Ev. Krankenhauses Bethesda der Johanniter.

Dr. Frank Paetzold, der sich aus Altersgründen zurückzieht, kann einen sehr gut aufgestellten Förderverein übergeben, der zahlreiche Projekte großzügig unterstützt hat. Unter anderem wurden Schmerzpumpen, Spezialvorrichtungen für die Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, ein hochauflösendes Endoskopiegerät und Reanimationspuppen, die ein realitätsnahes Wiederbelebungstraining erlauben, angeschafft. Allein in diesem Jahr konnten Projekte mit  rund 60.000 Euro finanziell gefördert werden. „Dr. Paetzolds langjähriges Engagement für unser Haus ist etwas ganz Besonderes“, unterstreicht Krankenhausdirektorin Rita Tönjann. „Das Bethesda verdankt seinem unermüdlichen Einsatz viel.“

Der neue Vorsitzende Dr. Christian Anger hat die überaus positiven Aspekte der Arbeit des Fördervereins als Chefarzt selbst erfahren. „Ich habe erlebt, wie hilfreich die Aktivitäten des Freundeskreises für unsere Patienten sind“, erklärt er seine eigene Motivation. Der Freundeskreis setzt sich dafür ein, Anschaffungen zu finanzieren, die mit den üblichen Ressourcen nicht zu realisieren wären.

Die finanzielle Unterstützung, die das Bethesda durch den Freundeskreis erfährt, ist eindrucksvoll.  Auch in diesem Jahr konnten mit Hilfe von Spenden des Fördervereins und weiterer Unterstützer drei zusätzliche Geräte angeschafft werden: in der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe unter der Leitung von Priv.-Doz. Dr. Darius Salehin können mit Hilfe einer speziellen Technik (Infrarot-Fluoreszenz) frühzeitig und zuverlässig befallene Lymphknoten – z.B. bei Tumorerkrankungen – identifiziert werden. In der Medizinischen Klinik I unter der Leitung von Priv.-Doz. Dr. Johannes Grossmann kommt ein neues Gerät zum Einsatz, bei dem ein Wasserstrahl wie ein Messer arbeitet, allerdings sicherer und schonender, z.B. zur Abtragung von Polypen. In der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. Daniel Rothamel wurde dank Spendenmitteln ein MKG-Behandlungsstuhl angeschafft, der besonders nicht-mobilen Patienten zugutekommt, die nun für ihre Behandlung keine weiteren Wege mehr auf sich nehmen müssen.

Der Freundeskreis Bethesda wurde 1993 gegründet. Das ursprüngliche Ziel, 30 Mitglieder zu werben, wurde inzwischen weit übertroffen. Der Mitgliedsbeitrag wurde mit 25 Euro pro Jahr bewusst niedrig gehalten. Neben den Mitgliedsbeiträgen erhält der Förderverein auch die Spenden dankbarer Patienten.

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