Die Schimpansen Bally und Limbo im Krefelder Zoo (Dezember 2021) (Foto: Zoo Krefeld)

Krefeld. Stadt erteilt Baugenehmigung für provisorische Außenanlage

Am 21. Dezember 2021 erteilte die Stadt Krefeld dem Zoo die Genehmigung zum Bau der provisorischen Außenanlage für die Schimpansen Bally und Limbo. Nun sollen die Pläne schnellstmöglich umgesetzt werden. Für das Gehege wird der hintere Teil des GorillaGartens mit einer Holzpalisadenwand abgetrennt. Wegen der guten Kletterfähigkeit und Kraft von Schimpansen wird die Anlage mit einem Edelstahlnetz überspannt. Darunter wird ein Klettergerüst aus Holzstämmen aufgebaut. Die Besucher können die Schimpansen über einen Monitor beobachten. Die Fertigstellung des Geheges soll in der ersten Jahreshälfte 2022 erfolgen.

Die Kosten für das provisorische Gehege liegen bei rund 200.000 Euro. Finanziert wird es aus Spendengeldern, die nach der Brandkatastrophe eingegangen sind. Bei der Planung des Geheges wurde darauf geachtet, dass es später auch für andere Tiere wie Gorillas nutzbar ist. Friedrich R. Berlemann, Vorsitzender der Zoofreunde, ist froh: „Endlich kann es mit dem Bau losgehen. Die Erweiterung um eine Außenanlage für Bally und Limbo ist ein guter Schritt, bevor der Schimpansen-Wald im Affenpark bezugsfertig ist. Wir Zoofreunde sind glücklich, dass es den beiden dank ihrer Tierpfleger und Tierärzte heute so gut geht.“

Die Schimpansen Bally und Limbo leben seit der Brandnacht in Räumlichkeiten des GorillaGartens. Da diese nicht für die Besucher einsehbar sind, gibt eine Liveübertragung im Besucherbereich Einblick in die Innenanlage. Bally und Limbo befinden sich in einem ausgezeichneten psychischen und körperlichen Zustand. Dies bestätigte ein erneutes Gutachten des Primatologen Patrick van Veen am 9. August 2021. Darin bekräftigt er die Aussagen seines Gutachtens von Januar 2021. Beide Gutachten sind auf der website des Zoos www.zookrefeld.de einsehbar.

Ursprünglich sollten Bally und Limbo im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) in eine bestehende Schimpansengruppe in einem europäischen Zoo integriert werden. Da die Zusammenführung von erwachsenen Schimpansen sehr komplex ist und der andere Zoo zunächst ebenfalls hätte bauen müssen, wurde der Plan verworfen. Dafür wurden die Pläne für das ArtenschutzZentrum Affenpark vorangetrieben. Im November 2021 hat der Rat der Stadt Krefeld dem Konzept des Artenschutzzentrums mit großer Mehrheit zugestimmt.

2022 wird der Spatenstich für das ArtenschutzZentrum Affenpark mit der Erweiterung des GorillaGartens erfolgen. Danach soll mit dem Bau eines Warmhauses mit großzügiger Außenanlage für die Schimpansen der nächste Abschnitt des Affenparks entstehen.

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