Dr. Alexandra Knille (l.) und Dr. Margaret Schönewolf teilen sich die Position der Chefärztin der neuen Klinik für Schmerzmedizin am Grevenbroicher Elisabethkrankenhaus im Kollegialsystem (Foto: Rheinland Klinikum)

Grevenbroich. Das bisherige Department für Schmerzmedizin am Elisabethkrankenhaus in Grevenbroich hat zum 1. Januar 2022 den Status einer Klinik erhalten. Chefärztinnen der Klinik für Schmerzmedizin sind die bisherigen Leitenden Ärztinnen Dr. Alexandra Knille und Dr. Margaret Schönewolf , die sich diese Position im Kollegialsystem teilen. Im vergangenen Jahr war die Schmerzmedizin vom Rheinland Klinikum Dormagen ans Grevenbroicher Elisabethkrankenhaus umgezogen.

Alexandra Knille (47) kam 2017 an das Dormagener Krankenhaus, um dort die Stationäre multimodale Schmerztherapie auszubauen. Damals startete sie mit vier Betten, musste die Bettenzahl aber schon sehr bald  aufgrund der großen Nachfrage auf sechs erhöhen. Mitte des Jahres 2019 stieß dann mit Dr. Margaret Schönewolf eine weitere erfahrene Schmerzmedizinerin zum Team, gemeinsam erweiterten sie die Abteilung auf acht Betten.

Die in Kaarst aufgewachsene Alexandra Knille absolvierte nach dem Medizinstudium in Düsseldorf ihre Facharztausbildung zur Anästhesistin in Kempen und am Lukaskrankenhaus Neuss, wo sie sich zur Notärztin und Intensivmedizinerin weiterbilden ließ. Im Anschluss an ihre Ausbildung in der Schmerztherapie in Gelsenkirchen-Horst baute sie als Oberärztin an einer Duisburger Klinik die Schmerzambulanz auf, bevor sie ans heutige Rheinland Klinikum wechselte.

Margaret Schönewolf (45) begann ihre berufliche Karriere an der Universitätsklinik Köln und war nach ihrer Facharztausbildung ebenfalls einige Jahre am Lukaskrankenhaus tätig. Nach Oberarztstellen in Essen und Bochum gründete und leitete sie erfolgreich eine multimodale Schmerztherapie in Schwelm. Sie ist ebenfalls Fachärztin für Anästhesiologie mit den Zusatzbezeichnungen Intensivmedizin, Spezielle Schmerztherapie und Notfallmedizin.

Zwischen zwölf und 15 Millionen Menschen in Deutschland leiden an chronischen Schmerzen. Diese Patienten haben oft bereits einen langen Leidensweg hinter sich, im Schnitt vergehen sieben bis acht Jahre bis zu einer qualifizierten schmerztherapeutischen Behandlung. In der stationären Schmerztherapie im Grevenbroicher Elisabethkrankenhaus kümmert sich ein multiprofessionelles Team um sie, das unter anderem aus Neurologen, Orthopäden, Psychotherapeuten, Pain Nurses (speziell geschulte Pflegekräfte) und Physiotherapeuten besteht. Für den üblicherweise zweiwöchigen Aufenthalt der Patienten erstellen die Fachärzte und Therapeuten gemeinsam einen individuellen Therapieplan. Das Ziel: die Schmerzen reduzieren, Strategien im Umgang mit den Schmerzen vermitteln und insgesamt wieder mehr Lebensqualität erreichen. Die häufigste Schmerzart sind übrigens chronische Rückenschmerzen, gefolgt von Schmerzen bei Hüft- oder Kniearthrose, Kopfschmerz und Gesichtsschmerz (z.B. Migräne, Trigeminus-Neuralgie). Darüber hinaus behandeln Schmerztherapeuten auch Tumor- und Diabetespatienten sowie Patienten nach Gürtelrose, mit Fibromyalgie oder psychosomatischen Schmerzen.

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