(Foto: Gebäudewirtschaft der Stadt Köln/Michael Bause)

Köln. In Sülz ist die Erweiterung für „das Schiller“ und das „EvT“ fertiggestellt

Die Erweiterung des Schulstandorts Nikolausstraße in Köln-Sülz ist fertiggestellt auch in diesen beiden zusätzlichen Gebäudetrakten startet heute, 10. Januar 2022, der Unterricht. Die bauaufsichtliche Abnahme erfolgte am 30. November 2021.

Bibliothek und Mensa im ersten Neubautrakt (A) werden von beiden Schulen genutzt, die Klassen- und Ganztagsbereiche vom Elisabeth-von-Thüringen-Gymnasium. Durch Neubau entstand am Ende der Nikolausstraße ein neuer Eingangsplatz, der von der Mensa und der Bibliothek im Erdgeschoss sowie den Bestandsbauten eingerahmt wird. Die Haupteingänge beider Schulen bleiben unverändert bestehen.

Im zweiten Neubautrakt (D) entlang der Berrenrather Straße sind Fachräumen für Naturwissenschaften, Ganztagsbetreuung, Schulleitung, Lehrerzimmer und Verwaltung des Schiller-Gymnasiums untergebracht. Beide Erweiterungsbauten werden mit klimaschonender Fernwärme versorgt. Im Sinne der Nachhaltigkeit wurden Teile aus dem Bestand wie Mobiliar, Spielelemente, Steine und Zäune aufgewertet, wiederverwendet und damit erhalten. Das Raumprogramm war in enger Abstimmung mit beiden Schulen entwickelt worden. In den zwei Neubautrakten sind neben neuen Klassen- und modernen Naturwissenschaftsräumen, eine neue Mensa, eine Bibliothek mit Selbstlernzentrum, Aufenthaltsräume für den Ganztag und Lehrerzimmer verwirklicht worden. Der Entwurf stammte von einer Arbeitsgemeinschaft der beiden Büros Angelis sowie Schilling Architekten.

Mit den Baumaßnahmen wurden rund 29 Millionen Euro in diesen Standort zweier Schulen investiert. Dabei waren die am Bau Beteiligten vor große Herausforderungen gestellt. In der Vergabe gestaltete sich war es schwierig aufgrund der angestrengten Marktsituation zu allen Gewerken Angebote zu bekommen. Die Preise waren entsprechend hoch. Auch die Corona-Pandemie hatte Auswirkungen auf die Baustelle. Materiallieferungen, auch aus dem Ausland, verzögerten sich. Auch Personalengpässe bei den Firmen machten sich bemerkbar. Während der Ausführungsphase haben sich Anforderungen an die Planung für den Mensabereich geändert. Hierfür mussten neue Fachplanungen erfolgen sowie Lüftung und Stromversorgung in diesem Bereich angepasst werden. Entstanden ist eine hochmoderne Mensa mit Selbstbedienung, die sowohl dem Wunsch als auch dem pädagogischen Konzept der Schule entspricht.

Es wurde auch in die Energieversorgung investiert, da die Schule klimaschonende Fernwärme empfängt und dieselben Versorgungsleitungen nun auch die umliegende Bebauung versorgen. Die vorhandene Bausubstanz wurde brandschutztechnisch nach den neusten Standards ertüchtigt. Unter anderem wurde für die komplette Schule die Brandmeldeanlage erneuert.

Beide Schulen wurden mehrfach erweitert, zuletzt im Jahre 2001 durch den parallel zur Universitätsstraße angeordneten Trakt (G), der auch die Aula beheimatet. Im Jahr 2017 begannen die Abbrucharbeiten für die nun erfolgte Erweiterung, die im ersten Bauabschnitt Anfang 2018 startete. Bis zum 31. Dezember 2022 wird noch eine Verbindungsbrücke zwischen (den Bauteilen D und C) Bestandsgebäuden errichtet, die den barrierefreien Übergang vom Neubau mit Aufzug in den Altbau sicherstellt. Eine ältere Mensacontainer-Anlage wird zurückgebaut, bevor der Schulhof in diesem Bereich fertig gestellt wird und die Schule eine neue Gestaltung der Außenanlage mit neuem Schulhofmobiliar erhält.

Die Außenanlagen werden mit Raum für viel Grün neu angelegt. Ein Streetballfeld, Elemente zum Balancieren und Tischtennisplatten laden zu bewegten Pausen ein, Bänke, Liegestühle und Podeste zur Entspannung bei schönem Wetter. Die Freifläche umfasst mehr als 7.000 Quadratmeter, die in drei Schulhofteile gegliedert wird. Entlang der Berrenrather Straße entsteht in Verbindung mit den bestehenden Bäumen ein vorgelagerter Grünraum.

Das Elisabeth-von-Thüringen-Gymnasium, das als Nachfolgeschule des Städtischen Lyzeums III schon 1961 in die Nikolausstraße zog, war noch bis 1966 eine reine Mädchenschule. Nebenan lag von Beginn an die „Staatliche Oberschule für Jungen“, das heutige Schiller-Gymnasium, in dem seit 1972 Mädchen und Jungen gemeinsam unterrichtet werden. Der Campus ist ein Beispiel der Schularchitektur aus den 1960er Jahren. Die Haupterschließung des Schulgeländes erfolgt über die Nikolausstraße. Beide Schulen sind verbunden durch den teils gemeinsam genutzten zweigeschossigen Trakt B. Die Sporthalle entlang der Palanterstraße und die bislang in Modulbauten untergebrachte Mensa werden ebenfalls von beiden Schulen genutzt. Im Unterrichtsbereich kooperieren die Schulen ebenfalls mit gemeinsamen Kursen in der Oberstufe.

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