RCGD-Trainer Denis Bennecke (Foto: RCGD/Maren Derlien)

Düsseldorf. Seit dem 1. Januar ist Denis Bennecke neuer Cheftrainer beim Ruderclub Germania Düsseldorf und Stützpunkttrainer am Landesleistungsstützpunkt Rheinland-Nord. Er übernahm den Posten von Marc Stallberg, der wiederum Ende des Jahres als Bundestrainer Para-Rudern zum Deutschen Ruderverband wechselte. Der gebürtige Hildesheimer erlernte mit elf Jahren das Rudern, war in der U23-Nationalmannschaft und kommt mit Vorerfahrungen im Trainerjob und mit dem Bachelor in Sportwissenschaften aus Leipzig nach Düsseldorf.

Denis Bennecke wurde damals durch eine Grundschullehrerin auf das Rudern aufmerksam. „Ich hatte einen ausgeprägten Bewegungsdrang“, schmunzelt der 28-Jährige, „so kam sie auf die Idee, sie war selbst Ruderin. Nach dem Sommerferienpass-Rudern blieb ich beim Hildesheimer Ruderclub und wurde Mitglied.“ Nach dem Abitur ging er zum Wirtschaftsingenieur-Studium nach Hannover und trainierte am dortigen Bundesstützpunkt, gerne war er bei der Rudergemeinschaft Angaria Hannover angebunden, um das Studenten- und Ruderleben ebenso mitzuerleben. Das Wirtschaftsingenieurstudium und Leistungssport wollten aber nicht so recht unter einen Hut passen und so entschied er sich nach vier Semestern für einen Studiengangwechsel.

Er begann ein Sportwissenschaftsstudium an der Universität Leipzig, neben Köln die bedeutendste Universität im Bereich Sport. Während seiner Zeit zuvor in Hannover nahm er 2014 und 2015 als Ersatzmann (Skull Leichtgewicht) an den U23-Weltmeisterschaften teil, wusste aber am Ende des U23-Bereiches, dass er in Richtung Olympia keine Chance haben würde, da für die zwei Ruderplätze sehr starke Anwärter in Aussicht waren. Außerdem verlor er nach dem Ortswechsel, am Stützpunkt in Leipzig, durch die dortigen Gegebenheiten ein wenig die Lust am Leistungssport und beendete daraufhin seine Leistungssportkarriere.

Unter anderem mit Krafttraining und Ergometerrudern hielt er sich aber weiterhin fit und wurde Deutscher Vize-Meister auf dem Ergo bei den Studenten. Außerdem fing er mit Triathlon an und qualifizierte sich in Polen 2021 „zufällig“, wie er sagt, für den Ironman auf Hawaii, der vom Herbst 2021 um ein Jahr in den Oktober 2022 verschoben wurde.

Neben dem Studium war Denis Bennecke Rudertrainer bei den B-Junioren am Stützpunkt in Leipzig und machte die Trainerlizenz C. Da Rudern als Schwerpunktsportart an der Universität Leipzig nicht wählbar war, fiel seine Wahl auf den Radrennsport und Skisport (Alpin & Langlauf). Den Bachelor schloss er 2018 ab, es folgte das Masterstudium. Im August 2019 begann er am Bundesstützpunkt Skilanglauf in Oberwiesenthal als Stützpunkttrainer zu arbeiten und absolvierte das Studium von da an nebenbei. Ein Schlüsselbeinbruch im letzten September bremste ihn jedoch mitten in der Vorbereitung auf die Wintersaison aus, was er wiederum zum Anlass nahm seinen für den Frühjahr geplanten Berufswechsel vorzuziehen, sich in Düsseldorf zu bewerben und zum Rudern zurückzukehren.

Der Kontakt nach Düsseldorf entstand über einen Trainerkollegen in Siegburg, der ihn auf die Stelle in Düsseldorf aufmerksam machte. So fanden Denis Bennecke und der RCGD nach Gesprächen zueinander. Eine Verbindung zum Club gab es zuvor über das Düsseldorfer Marathonrudern, bei dem er einmal mitruderte und zweimal steuerte, zudem kannte er Leonie Pieper, die Jahre lang als Leichtgewicht für die Nationalmannschaft startete. „Natürlich war auch Lukas Müller im Deutschland-Achter recht auffällig“, so der neue RC-Trainer.

Nun ist er selbst im Club aktiv und will seine Ziele als Trainer verwirklichen: „Ich möchte regelmäßig Athleten zur Junioren Weltmeisterschaft bringen.“ Er weiß, dass dafür ein breit aufgestellter U15-Bereich nötig ist, den er in Zusammenarbeit unter anderem mit Jan Milles weiter ausbauen möchte.

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