(Foto: privat)

Kaarst. Der Kunstverein Nordkanal e.V. wurde von den Kaarster Grünen am vergangenen Wochenende mit dem „Grünen Ehrenpreis 2021“ ausgezeichnet.

Der Kunstverein Nordkanal ist eine feste Größe im Kaarster Kulturleben, seit seiner Gründung in 2008 fördert der Verein zeitgenössische Kunst entlang des Nordkanals im Vorster Wald. Wohl jeder Kaarster kennt die „Brücken über den Nordkanal“, den „Ampelnistkasten“, die „rosa Waldhütte“ sowie das neueste Kunstobjekt, die „Türhüter“.

Nur 8 % des Kaarster Stadtgebietes sind von Wald bedeckt, mit gerade mal 75 Hektar ist der Vorster Wald eher ein Wäldchen und wird intensiv als Naherholungsgebiet genutzt. Der Kunstverein Nordkanal schafft es, durch die Kunstprojekte eine Verbindung zwischen Natur und Kultur herzustellen. Menschengemachte Kunst tritt in Kontakt mit dem Wald und weist darauf hin, wie wichtig eine friedliche Koexistenz von Mensch und Natur ist. Der öffentliche Raum wird von beiden genutzt, beide haben ihre Bedürfnisse. Beides kann und muss sich ergänzen, es ist kein Widerspruch, sondern eine Bereicherung. Bündnis 90/Die Grünen würdigen mit der Auszeichnung das Engagement des Vereins und hoffen auf Umsetzung weiterer Kunstprojekte.

Katrin Lukowitz, Vorstandssprecherin, betonte die Bedeutung von Kunst besonders in schwierigen Zeiten: „Gerade jetzt, wo wir nach 2 Jahren Pandemie das Gefühl haben, dass das Leben immer enger und eindimensionaler wird, wo unser Aller Leben von einzelnen Themen immer mehr beherrscht wird, zeigt sich die Notwendigkeit von Kunst. Sie rüttelt auf, unterbricht unser Denken, indem sie -im Wald- unerwartet auftritt, regt zu Auseinandersetzung an. Kunst ist kein Luxus, sie ist elementar.“

Markus Albiez, Vorsitzender des Kunstvereins Nordkanal, freut sich sehr über die Ehrung des Vereins durch die Grünen und blickt zuversichtlich in die Zukunft: „Wir haben noch einiges vor, unser nächstes Projekt ist das „Trafohaus“, wo wir auf Fertigstellung noch in 2022 hoffen.

Dafür können wir natürlich auch immer weitere engagierte Mitstreiter und neue Vereinsmitglieder gebrauchen.”

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