Stephanie Witte-Ernst (Leiterin Kita Geranienweg) und Bürgermeisterin Ursula Baum mit einem frisch eingetroffenen Set PCR-Tests (Foto: Stadt Kaarst)

Kaarst. Ab dem 31. Januar führt die Stadt Kaarst in allen Kindertageseinrichtungen im Stadtgebiet PCR-Pooltestungen ein. Damit reagiert die Stadt auf die steigende Infektionsgefahr in den Kitas und den ausdrücklichen Wunsch vieler Elternvertretungen. „Die Pool-Tests liefern verlässlichere Rückschlüsse zu der tatsächlichen Infektionslage in den Einrichtungen. Durch gezielte Isolationen können die Infektionsketten besser durchbrochen werden. Damit sichern wir den Kita-Betrieb und die Betreuung der Kinder“, sagt Bürgermeisterin Ursula Baum.

Im Rahmen der Pooltestungen werden die Kinder einer Kita-Gruppe zweimal pro Woche getestet. Ist das Testergebnis des Pools positiv, müssen alle Kinder dieser Gruppe am nächsten Morgen zu Hause einen weiteren Test absolvieren. Dieser Test wird dann von den Eltern in die Kita gebracht und von dort ins Labor gesandt. Alle negativ getesteten Kinder können am Folgetag wieder die Kita besuchen. Positive Fälle werden an das Gesundheitsamt gemeldet und weitere Quarantäne- bzw. Isolationsmaßnahmen eingeleitet.

Die Eltern der Kaarster Kita-Kinder werden derzeit über einen Elternbrief gesondert informiert. Ute Schnur, Leiterin des Kaarster Jugendamtes, wirbt für eine möglichst breite Teilnahme der Kinder an den Pooltestungen: „Die letzten Tage haben gezeigt, dass die Infektionszahlen auch in unseren Kitas nach oben gehen. Wir wollen verhindern, dass ganze Gruppen und das Personal infiziert werden. Deshalb bitten wir alle Eltern, ihre Kinder für das Testverfahren anzumelden. So können wir gezielt auf einzelne Infektionen reagieren und verhindern womöglich die Schließung einer ganzen Einrichtung.“

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