Christina Holderer (Mitte) ist die erste Trägerin der von der AWO Düsseldorf vergebenen Maria-Nitzschke-Medaille. Angelika Wien-Mroß (links), stellvertretende AWO-Kreisvorsitzende, und AWO-Kreisgeschäftsführerin Marion Warden überreichten die Auszeichnung im Maria-Nitzschke-Haus der AWO an der Liststraße (Foto: W. Schmalz/AWO)

Düsseldorf. Auszeichnung fürs Ehrenamt

Sie ist jung, hat ein großes Herz für ältere Menschen und engagiert sich seit mehreren Jahren ehrenamtlich für die AWO Düsseldorf. Für ihren besonderen Einsatz und ihre Verdienste wurde Christina Holderer am Freitag (21.1.) mit der Maria-Nitzschke-Medaille ausgezeichnet. Die Medaille, die künftig alle zwei Jahre vergeben werden soll, wurde nun erstmals verliehen. „Die AWO Düsseldorf verleiht die Maria-Nitzschke-Medaille an Personen, die sich in besonderer Weise mit vorbildlichem Engagement für die AWO und ihre vielfältigen Anliegen verdient gemacht haben und damit im Sinne des AWO-Leitbildes, das Sozialgefüge in der Landeshauptstadt kreativ, menschennah und tatkräftig fördern“, so Kreisgeschäftsführerin Marion Warden.

„Personen wie Christina Holderer sind unverzichtbar für unsere Arbeit“, so die stellvertretende Kreisvorsitzende Angelika Wien-Mross und ergänzt: „Die Freude springt über, wenn man sieht, wie sich Christina Holderer den Menschen zuwendet.“

Im Jahr 2017 nahm Christina Holderer Kontakt auf zur Initiative Ehrenamt der AWO. Die junge Studentin vereinbarte direkt einen Probetermin in einem Senior*innenpflegeheim, dem Ernst-und-Berta-Grimmke-Haus im Stadtteil Lörick. „Im Haus entschied sie sich dann für die wichtige Aufgabe, den bettlägerigen Menschen die Speisen anzureichen, zuzuhören, einfach da zu sein – also für eine Tätigkeit, die ganz nah dran ist an jenen, bei denen die Immobilität oft einhergeht mit demenziellen Veränderungen“, erinnert sich Ehrenamtskoordinatorin Susanna Schön an die Anfänge des Engagements von Christina Holderer bei der AWO.

Neben der Arbeit im Senior*innenheim hat Holderer ein ganz besonderes Herzensanliegen: Sie möchte mehr junge Menschen für ein Ehrenamt begeistern. Mit der Unterstützung von hauptamtlichen Mitarbeitenden entwickelte die Studentin etwa einen Imagefilm für den Verband zum Thema.

Auch für die im AWO-Jubiläumsjahr 2020 veröffentlichte Imagekampagne gab sie gerne ihr Gesicht und wurde eines von zwölf Motiven. Damit warb die AWO Düsseldorf stadtweit auf Plakaten, in Printprodukten und auf einem Zug der Rheinbahn, der noch immer in der Stadt zu sehen ist.

Aktuell besteht telefonischer Kontakt zu einer Frau aus dem EBGH, mit der sich eine Freundschaft entwickelt hat. Außerdem engagiert sie sich beim Kreisjugendwerk, dem Jugendverband der AWO.

 

Maria Nitzschke (1895 – 1990) war eines von 13 Kindern einer Eisenbahner-Familie und absolvierte eine Berufsausbildung als Schneiderin. 1924 trat sie in die AWO ein und war in Düsseldorf als Helferin tätig. Ab 1945 wirkte Maria Nitzschke als Vorsitzende des AWO-Ortsvereins Bilk, den AWO-Betreuungsausschuss leitete sie bis 1983. Von 1951 bis 1968 war sie Vorsitzende der AWO Düsseldorf, anschließend deren Ehrenvorsitzende.  

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