(Foto: Special Olympics)

Rhein-Ruhr. Die Special Olympics World Games sind die weltweit größte inklusive Sportveranstaltung. Die Städte Köln, Dormagen, Neuss, Ratingen, Velbert, Düsseldorf, Mönchengladbach, Krefeld, Duisburg, Dinslaken, Oberhausen und Bochum haben sich als Host Town beworben und sind nun offiziell eine von 216 Gastgeber-Städten.

Tausende Athlet:innen mit geistiger und mehrfacher Behinderung treten vom 17. bis 25. Juni 2023 in 26 Sportarten und 2 Demonstrationssportarten in Berlin an. Dieses internationale und bunte Fest des Sports wird damit erstmals in Deutschland ausgetragen. Diese neun Tage mit fesselnden und inspirierenden Spielen von Athlet:innen für Athlet:innen sollen auch für mehr Anerkennung und gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit geistiger Behinderung beitragen. Die Special Olympics mit mehr als 5 Millionen Athlet:innen in 174 Ländern sind die weltweit größte Sportbewegung für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung und offiziell durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) anerkannt.

Vom 11. Juni bis zum 14. Juni werden Delegationen aus den verschiedensten Regionen der Welt in die Städte, Gemeinden und Landkreise der Bundesrepublik Deutschland kommen, um vor Ort Land und Leute kennenzulernen.

 

Bürgermeisterin Eislöffel holt olympisches Flair nach Dinslaken

v.l. Leslie Unterberg und Bürgermeisterin Michaela Eislöffel (Foto: privat)

Die Entscheidung ist gefallen: Die Stadt Dinslaken gehört zu den 216 Host Towns im Rahmen der Special Olympics World Games Berlin 2023. „Die Veranstaltung bietet große Chancen, besondere Strukturen zu schaffen, um die inklusiven Gedanken in unserer Stadt zu verwurzeln und nachhaltig wachsen zu lassen. Wir freuen uns, die internationalen Gäste in unserer Stadt begrüßen zu dürfen“, betont Dinslakens Bürgermeisterin Michaela Eislöffel. „Inklusion und ein wertschätzendes Miteinander sollten eine Selbstverständlichkeit sein, über die man gar nicht mehr sprechen muss. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass diese Veranstaltung uns alle zusammenbringt und erfolgreich verläuft. Besonders erfreulich ist dabei, dass ausgerechnet das Jahr unseres 750-jährigen Stadtjubiläums und die Jubiläumsfeierlichkeiten durch diese Veranstaltung bereichert werden.“

Die Delegation, die im Juni 2023 Dinslaken besuchen wird, wird von der Stadtverwaltung und Ehrenamtlichen durch ein abwechslungsreiches Kultur- und Sportprogramm begleitet, bevor es dann zu den Spielen nach Berlin geht. „Wer uns dabei ehrenamtlich unterstützen möchte, ist herzlich willkommen und kann sich schon jetzt melden“, erläutert Leslie Unterberg, die Behindertenbeauftrage der Dinslakener Stadtverwaltung. Sie ist Ansprechpartnerin und telefonisch unter 02064/66584 sowie per E-Mail an leslie.unterberg@dinslaken.de erreichbar.

In seiner Sitzung im vergangenen Dezember hatte der Stadtrat zugestimmt, dass Dinslaken sich am „Host Town“-Programm beteiligt.

 

Auch Duisburg wird als Host Town vor dem Wettbewerb Gäste begrüßen, ihnen Trainingsmöglichkeiten anbieten und natürlich die Highlights der Stadt zeigen. Ein Höhepunkt wird unter anderem der Fackellauf sein, bei dem das olympische Feuer durch Duisburg getragen wird. „Duisburg ist definitiv Sportstadt. Ob Groß oder Klein, ob mit oder ohne Handicap, die Duisburgerinnen und Duisburger begeistern sich für “ihren” Sport, viele sind in Sportvereinen aktiv. Daher freue ich mich sehr, dass wir im nächsten Jahr wieder Gastgeber für internationale Athletinnen und Athleten sein werden“, sagt Sören Link, Oberbürgermeister der Stadt Duisburg.

 

Köln heißt internationale Delegation willkommen

Köln konnte mit seinem Bewerbungskonzept das lokale Organisationskomitee (LOC) der Special Olympics World Games überzeugen und wird 2023 Host Town für eine der Delegationen. Die Delegationen sollen die landestypische Lebensart mit ihren Besonderheiten kennenlernen. Dabei kommen die Menschen zusammen und überwinden im gemeinsamen Sporttreiben sowie im gemeinsamen Erlebnis bestehende Ängste und Barrieren. Wissenschaftlich begleitete Programme und Workshops runden das Gästeprogramm ab.

Damit Inklusion im und durch den Sport in der Stadt auch über die World Games 2023 präsent bleibt, gehört zum „Host Town Program“ auch das Nachhaltigkeitsprogramm „170 Nationen – 170 inklusive Kommunen“. Dieses startet ab sofort und hat das Ziel, nachhaltige inklusive Projekte in der Stadtgesellschaft zu verankern. Dadurch profitiert ganz Köln von den Special Olympics World Games 2023 in Berlin. Oberbürgermeisterin Henriette Reker: „Inklusion gelingt, wenn viele mitmachen! Köln beteiligt sich aus voller Überzeugung mit viel Motivation und großem Ideenreichtum am ‚Host Town-Program‘ und am ‚170 Nationen – 170 inklusive Kommunen‘-Programm. Wir Kölner:innen freuen uns besonders darauf, den internationalen Gästen unser bekanntes rheinisches Lebensgefühl nahe zu bringen. Köln steht für Weltoffenheit, Toleranz, Chancengleichheit, Integration und Inklusion. Gerade im Sport fördern wir seit Langem eine umfassende Teilhabe.“

Mit einem starken „Team Inklusiv“ aus Wissenschaft und Bildung, Kultur und Freizeit, Sport, Soziales, Mobilität und Verwaltung, hat Köln ein vielseitiges Programm und ein schlüssiges, langfristiges Inklusionskonzept eingereicht. Die Kooperationspartner:innen sind die DJK Köln, das Deutsches Sport & Olympiamuseum, die Deutsche Sporthochschule Köln, KölnTourismus, der Landschaftsverband Rheinland, der StadtSportBund Köln und die Toyota Deutschland GmbH. Von städtischer Seite hat das Sportamt die Federführung inne, unterstützt vom Amt für Integration und Vielfalt.

Ab sofort gehen die Planungen für das Host Town-Programm und das Projekt „170 Nationen – 170 inklusive Kommunen“ in ihre nächste Phase. So wird im Sommer 2022 der „Tag des inklusiven Sports“ einen offiziellen Startschuss geben. Neben zahlreichen Angeboten wird es für Menschen mit und ohne Behinderung möglich sein, gemeinsam das Deutsche Sportabzeichen zu erwerben.

 

Skyline der Stadt Essen im Morgenlicht. Blick vom Rathaus Richtung Süden (Foto: © Peter Prengel, Stadt Essen)

Am heutigen Mittwochmorgen (26.01.) wurde die Stadt Essen offiziell als Host Town ernannt und wird vor Beginn der Wettbewerbe in Berlin vom 12. bis 15. Juni 2023 Gastgeberin für eine Delegation von Athlet:innen und deren Angehörigen.

“Wir freuen uns sehr, dass wir die Sportler:innen und ihre Begleiter*innen im Sommer 2023 in unserer Stadt begrüßen dürfen”, so Simone Raskob, Geschäftsbereichsvorstand für Umwelt, Verkehr und Sport, nach der Bekanntgabe. “Essen ist eine sportbegeisterte Stadt und bietet ein breites kulturelles Spektrum. Im Rahmen des Aufenthalts in Essen werden wir für unsere Gäste ein attraktives Programm zusammenstellen, das den Athlet:innen und ihren Betreuer:innen die Besonderheiten unserer Stadt und der Region nahebringen wird.”

 

Host Towns der Special Olympics World Games Berlin 2023 werden auch Velbert und Ratingen aus dem Kreis Mettmann. Sie werden somit Teil des größten kommunalen Inklusionsprojekts in der Geschichte der Bundesrepublik sein.

 

Krefeld wird 2023 Athleten der „Special Olympics“ beherbergen

Die Bewerbung Krefelds als „Host Town“ der Special Olympics World Games (SOWG) Berlin 2023 ist erfolgreich. Oberbürgermeister Frank Meyer freut sich darüber, dass Krefeld ausgewählt wurde: „Es ist eine tolle Idee, die Special Olympics von Berlin aus durch ganz Deutschland zu tragen, so wie das olympische Feuer. Auf diese Weise bekommen noch mehr Bürgerinnen und Bürger mit, welche großartigen sportlichen Leistungen Menschen mit geistiger Behinderung erbringen. Wir freuen uns, dass Krefeld dabei ist, und werden gute Gastgeber sein. Als offene Stadt möchten wir das Signal senden, dass Grenzen aller Art im Sport bedeutungslos sind und uns das Thema Teilhabe in allen gesellschaftlichen Bereichen ungeheuer wichtig ist.“ Stadtdirektor und Sportdezernent Markus Schön sagt: „Wir sind stolz darauf, Teil dieses Großereignisses sein zu dürfen und werden die Sportlerinnen und Sportler, die zu uns nach Krefeld kommen, mit einem tollen Programm willkommen heißen. Sportler und Vereine in Krefeld bilden eine große Gemeinschaft. Inklusion wird hier schon jetzt gelebt. Die verbindende Kraft des Sports steht sinnbildlich für die gegenseitige Anerkennung unter allen Menschen. Neben den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die uns besuchen, freue ich mich besonders auf das Special Olympics Feuer, das den Weg nach Krefeld finden wird.“

Die Stadt Krefeld sieht die Beteiligung als Gelegenheit, das Thema „Inklusion“ in den öffentlichen Fokus zu rücken. Vereine, Organisationen und freiwillige Helfer sollen eingebunden werden. Im Stadtrat und im Sportausschuss hatte es entsprechende Beschlüsse zur Bewerbung als „Host Town“ gegeben. Die Bewerbung sah neben einem Motivationsschreiben auch ein Kurzkonzept zur Planung, Fortführung und Umsetzung der betreffenden inklusiven Ideen sowie einen groben Programmentwurf vor. Die Stadtverwaltung befindet sich in einem engen Austausch mit dem Stadtsportbund und weiteren Kooperationspartnern.

 

Mönchengladbach hat es geschafft! Oberbürgermeister Felix Heinrichs freut sich schon jetzt darauf, den Gästen Mönchengladbach und deren Menschen näher zu bringen: „Sport verbindet die Menschen in dieser Stadt, egal ob bei Großveranstaltungen, in den Vereinen oder beim Bolzen auf Spielfeldern in der Nachbarschaft. Und gerade im Sport wird die Vision einer inklusiven Gesellschaft schon an vielen Stellen Realität. Dank der großen Unterstützung unserer Marketing Gesellschaft Mönchengladbach (MGMG) und der Evangelischen Stiftung Hephata und weiterer Partner haben wir nun die Möglichkeit unseren Gästen zu zeigen, dass wir ein offenes Miteinander fördern und die Wertschätzung aller Menschen leben.“

Für den Besuch gibt es auch schon erste Ideen zur Programmgestaltung, sagt Alice Welters-Dahmen, Bereichsleiterin Marketing der MGMG: „Um unseren Gästen die Vielfalt unserer Stadt zu zeigen, wird es sicherlich eine besondere Stadtführung geben. Auch der Borussiapark kann auf dem Programm stehen. Wichtig ist für uns aber auch, dass wir genug Raum für Begegnungen lassen, zum Beispiel bei einem Grillabend oder ähnlichen Veranstaltungen.“ Zur konkreten Planung der Abläufe und des Programms wird nun zeitnah eine Art Host Town-Komitee gebildet. Hierbei wird auf bereits bestehende Netzwerke der lokalen Akteure und Einrichtungen zurückgegriffen. Selbstverständlich werden den Athlet:innen auch entsprechende Trainingsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.

„Neben diesen organisatorischen Dingen geht es uns aber auch darum, diesen Geist der Special Olympic World Games Berlin 2023 zu nutzen, um das Themenfeld Inklusion nochmals in den Focus zu rücken“, ergänzt Heinrichs. So sind für ihn auch im Vorhinein schon Veranstaltungen denkbar, bei denen es Raum zum Austausch und zur Diskussion gibt, um gemeinsam die Vision einer inklusiven Gesellschaft voranzutreiben.

 

Neuss, Dormagen und der Rhein-Kreis werden Host Town

Die Stadt Neuss und der Rhein-Kreis hatten sich im Herbst 2021 für das Projekt „170 Nationen – 170 inklusive Kommunen / Host Town Program“ beworben. Die finale Zuteilung der Delegationen auf die ausgewählten Gastgeberstädte erfolgt Anfang Mai 2022. „Ich sehe dies als Kompliment und zugleich Ansporn für unsere inklusive und moderne Sportinfrastruktur in Neuss“, freut sich Bürgermeister Reiner Breuer in Neuss und vermutet: „Wahrscheinlich hat man uns als Ausrichter der Landesspiele der Special Olympics NRW vor vier Jahren in guter Erinnerung behalten.“ „Dass wir den Zuschlag des Organisationskomitees bekommen haben, unterstreicht unseren jahrlangen Einsatz für die Inklusion im Sport. Mit der Beherbergung unserer Gäste gehen wir einen weiteren Schritt, damit das Sporttreiben von und mit behinderten Menschen Normalität wird“, ergänzt Landrat Hans-Jürgen Petrauschke.

In seinem Bewerbungsschreiben hatte der Kreis nicht nur auf die ausgezeichnete sportliche Infrastruktur und die Vielzahl von Beherbergungsmöglichkeiten an Rhein und Erft hingewiesen, sondern auch auf seine Expertise im Behindertensport. Im Kreisgebiet sind insgesamt 15 Vereine inklusiv tätig. Der Sportbund unterhält einen Arbeitskreis „Inklusion im Sport“, fördert inklusive Turniere, unterhält eine inklusive Walking- und Laufgruppe als Botschafterin gemeinsamen Sporttreibens von behinderten und nicht behinderten Menschen und organisiert Qualifizierungsmaßnahmen für Betreuerinnen und Betreuer.

Von besonderer Bedeutung ist die 2010 entstandene „Tandem Stiftung Burkhard Zülow“ zur Integration behinderter Menschen. Sie finanziert inklusive Sportgruppen. Vorsitzender des Kuratoriums ist Landrat Petrauschke, und auch der Sportbund Rhein-Kreis Neuss ist in Vorstand und Kuratorium der Stiftung vertreten. Die Geschäftsführung wird von einem Mitarbeiter des Sportbunds wahrgenommen. Inklusiv betriebene Sportarten im Rhein-Kreis Neuss sind Handball, Fußball, Radsport, Tennis, Tischtennis und Voltigieren. Die Stadt Dormagen ist bei den Special Olympics Gastgeber einer kleinen Delegation.

v.l. Swen Möser (Leiter Sportservice), Marion Stimmel-Schreiber (Projektteamleiterin), Ellen Schönen (Fachbereichsleiterin Bildung, Kultur und Sport), Olaf Ackerschott (Einrichtungsleiter bei der Lebenshilfe Rhein-Kreis Neuss) und Bürgermeister Erik Lierenfeld (Foto: privat)

„Wir freuen uns riesig, dass wir im kommenden Jahr eine internationale Delegation in Dormagen willkommen heißen dürfen. Dormagen ist eine Stadt für alle Menschen, unabhängig ihrer Herkunft und ihrer geistigen oder körperlichen Fähigkeiten“, kommentiert Bürgermeister Erik Lierenfeld die Entscheidung des Organisationskomitees. „In unserer Stadt leben Menschen aus etwa 115 Ländern. Und wir haben ein tolles, buntes Vereinsleben mit mehr als 70 Sportvereinen. Daher bin ich mir sicher, dass wir beste Voraussetzungen mitbringen, einer Delegation einen schönen Empfang bei ihrer Ankunft in Deutschland zu bereiten.“

In den nächsten Monaten plant ein Projektteam unter der Leitung von Marion Stimmel-Schreiber den viertätigen Aufenthalt in Dormagen. Vorgesehen sind unter anderem ein Willkommensempfang und ein Besuch des Hauses der Lebenshilfe mit einem Fest für alle Teilnehmenden sowie Bürgerinnen und Bürger. „Als die Stadt mit der Idee zur Bewerbung auf uns zu kam, waren wir sofort Feuer und Flamme für diese tolle Aktion. Das ist eine großartige Chance, einen Schritt in eine inklusive Gesellschaft zu gehen. Menschen mit Handicap müssen in unserer Gesellschaft einen festen Platz haben“, sagt Olaf Ackerschott, Einrichtungsleiter bei der Lebenshilfe Rhein-Kreis Neuss und Mitglied des Projektteams. Neben der Lebenshilfe werden weitere zahlreiche Partner das Projekt unterstützen.

Zudem plant die Stadt im kommenden Jahr unter dem Motto „Dormagen. Natürlich! Inklusiv“ einen „Tag der Inklusion“, an dem sich Vereine, Schulen, Kitas und Institutionen aus dem gesamten Stadtgebiet mit verschiedenen Aktionen beteiligen können. „Wir wollen an diesem Tag Menschen mit und ohne Behinderung zusammenzubringen und gemeinsam ein Zeichen für Inklusion und Barrierefreiheit setzen“, kündigt Projektleiterin Marion Stimmel-Schreiber an. Der geplante Inklusionstag soll künftig alle zwei Jahre stattfinden. Zusätzlich wird im Rahmen der jährlich stattfindenden Sportlerehrung im Jahr 2023 erstmalig ein Inklusionspreis ausgelobt.

 

Bochum wird Gastgeberstadt für eine der internationalen Delegationen von Sportlerinnen und Sportlern der Special Olympics World Games 2023 in Berlin. Die Sportorganisation Special Olympics teilte am heutigen Mittwoch, 26. Januar, mit, dass sich die Stadt erfolgreich als „Host Town“ beworben hat und damit während der Spiele Athletinnen und Athleten aus einem der an den Special Olympics World Games teilnehmenden Länder beherbergen wird.

Bochums Oberbürgermeister Thomas Eiskirch begrüßt die Nachricht: „Ich freue mich, dass Bochum den Zuschlag erhalten hat und Host Town für die Special Olympics World Games 2023 in Berlin wird. Aus über 170 Ländern der Welt kommen Menschen zusammen, mit dem Ziel, sich für mehr Chancengerechtigkeit für die Zielgruppe der geistig- und mehrfachbehinderten Menschen zu engagieren. Bochum ist dabei und mit unserer Bewerbung haben wir gezeigt: Bochum kann Sport und ist ein guter Gastgeber. Wir freuen uns darauf, internationale Athletinnen und Athleten in unserer Stadt begrüßen zu können. Wir sind eine offene Gastgeberstadt, inklusive Kommune und wollen als Host Town das Thema Inklusion in unserer Stadt noch sichtbarer machen und stärker in den Alltag der Bochumerinnen und Bochumer integrieren.“

Und er fügt hinzu: „In Kooperation mit dem Stadtsportbund e.V. und seinen angeschlossenen Mitgliedsvereinen planen wir die bereits etablierte Veranstaltungsreihe ,Fit im Park´ unter dem Motto ,No Limits´ darüber hinaus ab 2023 nachhaltig und dauerhaft für Menschen mit und ohne Behinderung zu öffnen.“

 

#zusammenunschlagbar auch in Düsseldorf

(Grafik: Special Olympics)

Nach der Spannung kommt nun die Freude. Die Landeshauptstadt Düsseldorf ist dabei und wird eine der insgesamt 216 deutschen Kommunen, die Deutschland als Gastgeber der Special Olympics World Games 2023 repräsentieren dürfen. Vom 12. bis 15. Juni 2023 freut sich die Stadt darauf, Host Town zu sein und eine bis zu 200-köpfige Delegation begrüßen zu können.

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller: “Ich bin sehr glücklich über die Entscheidung des Special Olympics e.V. und freue mich darauf, eine internationale Delegation hier in Düsseldorf zu empfangen. Zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt werden wir die Tage zu einem unvergesslichen Erlebnis machen. Wir wollen diese Chance nutzen, um das Thema Inklusion in den Vordergrund zu stellen und in einem feierlichen Rahmen den Athletinnen und Athleten unsere Heimatstadt näherzubringen.”

Stadtdirektor und Sozialdezernent Burkhard Hintzsche ergänzt: “Inklusion ist ein wichtiges Thema und mir persönlich eine Herzensangelegenheit. Dass Beeinträchtigungen – welcher Art auch immer – kein Hindernis für Sport, Spaß und Lebensfreude darstellen, beweisen 5,2 Millionen Athleten in 174 Ländern, die die Special Olympics vertreten. Die Stadt Düsseldorf und ihre Bürgerinnen und Bürger möchten als Host City Akzeptanz und Verständnis vorleben und dazu beitragen, das erste internationale Special-Olympics-Turnier auf deutschem Boden zu einem unvergesslichen und schönen Erlebnis zu machen.”

 

Oberhausen erhält Zuschlag als „Host Town“

„Ich freue mich sehr, dass unsere Bewerbung erfolgreich war und wir im kommenden Jahr dann Gäste aus dem Ausland begrüßen können. Nicht nur das ist schön“, erklärt Oberbürgermeister Daniel Schranz, „sondern auch, dass die Stadt Oberhausen noch mehr von Menschen mit Einschränkungen über ihre Bedürfnisse lernen kann und damit einen weiteren Schritt in Richtung ‚inklusive Stadt‘ machen wird.“

„Wir möchten den Aufenthalt der Sportlerinnen und Sportler in Oberhausen zu einem unvergesslichen Erlebnis machen“, so Sportdezernent Jürgen Schmidt. Mit dem Ziel, ein vielfältiges und kurzweiliges Angebot zusammenzustellen, wird kurzfristig ein multiprofessionelles Team von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung Oberhausen aus den Kompetenzfeldern Sport, Inklusion, Kultur und Tourismus zusammengestellt. Auch Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, sich einzubringen.

„Die erfolgreiche Bewerbung ist eine große Chance, das Thema Inklusion in der Oberhausener Stadtgesellschaft weiter zu verankern und als starkes Signal international sichtbar zu machen“, sieht Oberbürgermeister Daniel Schranz.

 

Weitere Informationen zu den Special Olympic World Games gibt es im Internet unter www.berlin2023.org und https://www.berlin2023.org/de/news/216-host-towns.

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