Kiesabbau am Niederrhein (Foto: Christiane Stark)
Kiesabbau am Niederrhein (Foto: Christiane Stark)

Kreis Wesel. Die SPD in Nordrhein-Westfalen hat mit der Verabschiedung des Wahlprogramms zur Landtagswahl am 15. Mai 2022 ihre Position zum Abbau endlicher Rohstoffe klar gemacht. “Unser Land von Morgen darf nicht nur aus Baggerseen bestehen”, erklären die SPD-Landtagskandidaten René Schneider, Kerstin Löwenstein, Ibrahim Yetim und Stefan Zimkeit. “Die Karten liegen auf dem Tisch, wer die SPD wählt, weiß, was er bekommt: eine Kieswende mit Plan, wie man auch künftig bauen kann. Nur eben ohne den endlichen Rohstoff.”

In dem knapp 100 Seiten umfassenden Plan für die Zukunft wird dem unverhältnismäßigen Kiesabbau am Niederrhein ein Ende gesetzt. René Schneider, der auch umweltpolitischer Sprecher der SPD im Landtag ist, freut sich, dass “die SPD klare Kante zeigt und sich auf den Weg gemacht hat, den Wandel einzuleiten und aktiv zu gestalten.”

“Konsens bei uns Sozialdemokraten ist, dass wir den Landesentwicklungsplan anpassen und den Versorgungszeitraum als eine Größe bei der Bedarfsberechnung in einem ersten Schritt wieder auf 20 Jahre verkürzen werden”, führt Stefan Zimkeit aus. Auch der Bedarfsbegriff soll nicht mehr allein aus den aktuellen Fördermengen berechnet werden. Die Förderung von Kies und Sand wird die SPD schrittweise zurückfahren und gleichzeitig den Einsatz von recyceltem Bauschutt verstärken, erklärt Kerstin Löwenstein. Auch in Forschung und Entwicklung von alternativen Baustoffen und schonenderen Verfahrensweisen muss deshalb investiert werden, da Recycling alleine nicht reichen wird. “Unser Ziel ist, unsere Heimat auch für die kommenden Generationen zu bewahren”, so Ibrahim Yetim.

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