Der Bunker an der Bergstraße im Februar 1979 (Foto: Stadt Mülheim an der Ruhr)

Mülheim an der Ruhr. In diesen Tagen erreichen die Stadt vermehrt Anfragen von Mülheimerinnen und Mülheimer, in denen sich die Sorge um die eigene Sicherheit widerspiegelt.

„Ich kann gut verstehen, dass die Menschen sich große Sorgen machen und sich bestmöglich auf den schlimmsten denkbaren Fall vorbereiten wollen. Auch ich mache mir große Sorgen über die Entwicklung der Lage in der Ukraine und hoffe sehr, dass dieser unsägliche Krieg möglichst bald beendet ist“, so Mülheims Krisenstabsleiter Stadtdirektor Dr. Frank Steinfort

Zu den mehrfach gestellten Fragen nach Warnsirenen und Bunkern gibt Feuerwehrchef Sven Werner Antworten: „Seit gut drei Jahren verfügt Mülheim wieder über ein flächendeckendes und einsatzbereites Sirenensystem. Mülheim ist da – betrachtet man gesamt Deutschland – sehr gut aufgestellt.“

Bei den Bunkern sieht es anders aus: „Alle Bunker, die es aus Zeiten des kalten Krieges gab, wurden bereits vor über 15 Jahren auf Weisung des Bundes aufgegeben. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es auch zu Zeiten des kalten Krieges immer nur Schutzplätze für einen sehr kleinen Teil der Bevölkerung gegeben hat. Genutzt wurden deshalb in der Vergangenheit bei einer Bedrohung auch „natürliche“ Schutzräume, wie Keller, Tiefgaragen oder Tunnelanlagen (z.B. U-Bahn-Tunnel).“

Weitere Informationen dazu erhalten Sie auf folgender Seite: https://www.bbk.bund.de/DE/Themen/Risikomanagement/Baulicher-Bevoelkerungsschutz/Schutzbauwerke/schutzbauwerke_node.html

„Wir alle haben – Gott sei Dank – seit fast 80 Jahren in Frieden und Freiheit leben können. Ein Krieg in unserer Nähe, der uns vielleicht sogar bedroht, war für uns alle nicht mehr denkbar. Wie Sie den Medien täglich entnehmen können, hat die aktuelle Lage aber auf allen Ebenen derzeit die höchste Priorität. Um jederzeit auf aktuelle Entwicklungen reagieren zu können, hat Oberbürgermeister Marc Buchholz die Einsetzung eines entsprechenden Krisenstabes veranlasst“, so Stadtsprecher Volker Wiebels.

 


Weitere Tipps und Ratschläge auf den Seiten des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK): https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Vorsorge

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