Symbolbild
Anzeige

Mülheim an der Ruhr. Evangelischer Kirchenkreis An der Ruhr und Diakonie sammeln Sach- und Geldspenden

Der Evangelische Kirchenkreis An der Ruhr und das Diakonische Werk Mülheim rufen gemeinsam zu einer Spendensammlung für Flüchtende aus der Ukraine auf. Gesammelt werden sowohl Geld- als auch Sachspenden. Das Diakonische Werk Mülheim steht in Kontakt zur polnischen Diakonie. „Von dort haben wir eine Liste mit Hilfsgütern bekommen, die die aus der Ukraine ankommenden Menschen akut benötigen. Durch die Professionalität der Kollegen wird zielgerichtet erfasst, was die Flüchtenden tatsächlich brauchen“, erklärt Birgit Hirsch-Palepu, Geschäftsführerin des Diakonischen Werkes. Die polnischen Diakonie-Partner organisieren Unterkünfte für die Flüchtenden, beschaffen Lebensmittel, Kleidung, Betten, Erste-Hilfe-Material und alle Dinge, die man für die ersten Tage in einem neuen Land braucht.

„Wir würden uns freuen, wenn möglichst viele Mülheimerinnen und Mülheimer unsere Aktion unterstützen könnten. Durch unsere Kontakte zu den Diakonie-Partnern in Polen können wir gewährleisten, dass sowohl Geld- als auch Sachspenden zielgerichtet eingesetzt werden“, so Birgit Hirsch-Palepu. „Wer etwas spendet, bringt sich ganz praktisch in Solidarität in europäischem Rahmen ein“, sagt Saskia Trittmann, Flüchtlingsreferentin des Kirchenkreises An der Ruhr. „Wir unterstützen Flüchtende und Helfende an der europäischen Außengrenze, wo die Menschen aus der Ukraine in diesen Tagen ankommen. So unterstützen wir auch diejenigen Ukrainer*innen, die nicht weitreisen, sondern vorerst in einem grenznahen Gebiet bleiben möchten.“ Für Geflüchtete, die in Mülheim ankommen, ist das Flüchtlingsreferat im Kirchenkreis An der Ruhr mit seinen Beratungsangeboten, auch in russischer Sprache, da. Dolmetscher*innen für Ukrainisch stehen zur Verfügung.

Die Sachspenden werden vorerst bis Freitag, 11. März, gesammelt. Das Diakoniewerk Arbeit & Kultur sorgt dann für den Transport an die polnisch-ukrainische Grenze.

Für die aktuelle Sammelaktion rufen Kirche und Diakonie zu Sachspenden in drei Kategorien auf:

  • Hygieneartikel: Shampoo, Duschgel, Zahnpasta, Zahnbürsten, Windeln, Damenbinden
  • Lebensmittel: Nudeln, Reis, Grütze (z.B. Buchweizen), chinesische Suppen (die nur mit kochendem Wasser übergossen werden müssen), Essen im Becher, Konserven/-Gerichte, Energieriegel, Trockenfrüchte, Nüsse
  • Geschirr, Besteck, Handtücher

Mülheimerinnen und Mülheimer, die etwas zur Spendensammlung beitragen möchten, können die benötigten Güter zu Sammelstellen in den evangelischen Gemeindezentren bringen. Wenn möglich sollten die Spenden in Kartons (bitte nicht zukleben) verpackt sein. Um die Logistik zu unterstützen, spezialisieren sich die Sammelstellen dabei jeweils auf eine bestimmte Kategorie / auf bestimmte Kategorien von Hilfsgütern:

Spenden aller Kategorien können abgegeben werden im:

  • Gemeindezentrum Pauluskirche, Sauerbruchstraße 37 / Witthausstraße 11, Montag bis Donnerstag: 11 bis 13 Uhr und 16 bis 19 Uhr.

 

Hygieneartikel:

  • Gemeindezentrum Papenbusch, Springweg 10, Dienstag bis Freitag 10 bis 12 Uhr (sowie nach Vereinbarung unter Telefon 998254)
  • Gemeindezentrum Winkhausen, Knappenweg 28, Dienstag bis Freitag, 14 bis 16 Uhr (sowie nach Vereinbarung unter Telefon 998254)
  • Immanuelkirche, Kaiser-Wilhelm-Straße 21, Montag und Freitag, 9 bis 12 Uhr sowie Montag bis Donnerstag 17 bis 19 Uhr
  • Gemeindehaus Broich, Wilhelminenstraße 34 (Anfahrt über Bülowstraße), Montag 9 bis 19 Uhr, Dienstag 13 bis 19 Uhr, Mittwoch 9 bis 20 Uhr, Donnerstag 13 bis 19 Uhr, Freitag 9 bis 13 Uhr

 

Lebensmittel:

  • Matthäuskirche, Oberheidstraße 229, Montag bis Freitag, 9 bis 12 Uhr sowie Montag und Freitag, 15 bis 17 Uhr und Mittwoch 15 bis 20 Uhr.
  • Gemeindezentrum Aktienstraße 136, Montag bis Freitag 8 bis 12 Uhr
  • Erlöserkirche, Sunderplatz, Mittwoch und Donnerstag, 19 bis 20 Uhr (Die Erlöserkirche ist dann auch zum Gebet geöffnet.)

 

Haushaltswaren:

  • Lutherkirche, Duisburger Straße 278, Sammelpunkt unter der Empore, Montag 15 bis 17 Uhr, Dienstag bis Freitag 10 bis 12 Uhr sowie 15 bis 17 Uhr, Samstag 10 bis 12 und 14 bis 16 Uhr

 

Mülheimerinnen und Mülheimer können die Sammlung auch mit Geldspenden unterstützen, die den Vorteil bieten, dass sie vor Ort schnell und flexibel einsetzbar sind. Die gesammelten Geldspenden werden unter anderem dazu genutzt, dass die polnische Diakonie Unterbringung und Erstausstattung für Geflüchtete organisieren kann. Gegenstände wie Schlafsäcke, Matratzen und auch Erste-Hilfe-Ausrüstung, die derzeit im polnischen Grenzgebiet schwer zu bekommen sind, werden auch mit den Geldspenden beschafft und an die polnische Diakonie überbracht.

 

Spendenkonto Ukraine – wir helfen!

Diakonisches Werk im Evangelischen Kirchenkreis An der Ruhr
IBAN: DE11 3506 0190 1010 1450 03
KD Bank Duisburg

 

Auch wenn die Sammlung der Sachspenden vorerst für eine Woche angesetzt ist, wird der Krieg in der Ukraine die Evangelische Kirche An der Ruhr weiter beschäftigen. „Wir warten das Feedback unserer Partner in Polen ab und entscheiden dann, wie und ob wir die Sammlung fortsetzen“, erläutert Diakonie-Geschäftsführerin Birgit Hirsch-Palepu das weitere Vorgehen.

„Die Angst der Menschen in der Ukraine ist groß“, berichtet Saskia Trittmann, Flüchtlingsreferentin des Kirchenkreises „Wir merken das schon jetzt an den zahlreichen Anrufen besorgter Ukrainer*innen, die bereits in Mülheim und Umgebung leben und nun nach Unterstützung für Ihre Verwandten vor Ort fragen. Für die kommenden Wochen rechnen wir damit, dass sich unser Fokus in der Flüchtlingsberatung mehr und mehr auf die Menschen richten wird, die in Mülheim ankommen.“

Alle Informationen zur Spendensammlung finden sich auch auf: http://tiny.cc/spenden-ukraine

Beitrag drucken
Anzeigen