Fachbereichsleiterin Jule Wanders und Kulturmanager Oliver Brenn vom Fachbereich Kultur und Bildung freuen sich darüber, dass die "Eierfrau" ihr Huhn zurückbekommen hat (Foto: © Stadt Bocholt)

Bocholt. Das beliebte Kunstwerk war im vergangenen August von Unbekannten beschädigt worden

Seit Mittwoch ist das bekannte Kunstwerk am Bocholter Ostermarkt wieder komplett: Mitarbeiter des städtischen Entsorgungs- und Servicebetriebs (ESB) verankerten am Mittag das neue Huhn der Bocholter „Eierfrau“ an seinem altbekannten Standort.

Im vergangenen August war das Huhn von Unbekannten von seinem Standort am Ostermarkt entfernt worden: Wo die Figur bis dahin gestanden hatte, ragten nur noch ein Fuß und Teile der Befestigung aus dem Boden. Doch nun ist das Kunstwerk wieder komplett. Ein Glücksfall, wie Kulturmanager Oliver Brenn vom städtischen Fachbereich Kultur und Bildung berichtet.

Denn Erich Büscher-Eilert, der Sohn der inzwischen verstorbenen Künstlerin Gertrud Büscher-Eilert, habe die Negative der Bronzefiguren zur Verfügung stellen können. „Er hat die Negative in einer Scheune entdeckt“, sagt Brenn. Das sei bemerkenswert, schließlich sei das Kunstwerk schon über 30 Jahre alt.

Figuren-Ensemble wurde 1991 enthüllt

Am 30. November 1991 wurde das Figuren-Ensemble der Horstmarer Künstlerin von Bocholts damaligem Bürgermeister Bernhard Demming am Ostermarkt enthüllt. Es sei schon damals als „Kunstwerk zum Anfassen“ konzipiert worden, das ausdrücklich auch für Kinder gedacht war, erklärt Brenn. Entsprechend robust sei die Verankerung der Figuren angelegt worden. “Es sollte damals keine Kunst geschaffen werden, die man nur anschauen kann, man sollte sie auch anfassen können”, sagt der Kulturmanager.

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