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Wuppertal. Vierzig Wuppertaler Ärzte nehmen an der Initiative Gemeinsam-gegen-Darmkrebs teil und informieren anlässlich des Darmkrebsmonats März über neue Testverfahren.

PCR-Tests kennen wir nach zwei Jahren Pandemie vor allem als Goldstandard zur Erkennung einer Covid-Infektion. Das es auch ein zugelassenes PCR-Testverfahren zur Erkennung von Darmkrebs gibt, wissen die wenigsten Patienten und Ärzte. Rund vierzig Ärzte aus Wuppertal und Heinsberg haben sich jetzt der Initiative Gemeinsam-gegen-Darmkrebs angeschlossen, die über die Möglichkeiten zur Früherkennung informieren will und darüber, dass Vorsorge gerade bei Darmkrebs entscheidend ist.

Das Labor MVZ Dr. Stein + Kollegen aus Mönchengladbach gehört zu den ersten Laboren in Europa, die das PCR-Testverfahren für Darmkrebs anbieten. Gemeinsam mit dem Hersteller MainzBiomed hat es die Hausärzte angesprochen und eine breit angelegte Informationskampagne zur Früherkennung gestartet, die ab Mitte März in Wuppertal, Mönchengladbach und weiteren Regionen zu sehen sein wird. „Der in Deutschland zugelassene PCR-Test Coloalert erkennt 85 % der Tumore und damit deutlich mehr als die bisherigen Okkultbluttests“, so Dr. Dietmar Dreßen, Geschäftsleiter, des Labors in Mönchengladbach. Das Wichtigste sei, dass die Menschen zur Früherkennung gehen, gerade weil die Vorsorge insbesondere mit den neuen Testverfahren einfach und problemlos ist.

Darmkrebs ist die Krebsart mit der zweithöchsten Sterblichkeitsrate in Europa, aber auch eine der Arten, bei denen eine Früherkennung eine Überlebenswahrscheinlichkeit von über 90 % bietet. Trotzdem gehen in Deutschland zu wenige Menschen regelmäßig zu der ab dem 50. Lebensjahr empfohlenen Früherkennung.

Das neue Testverfahren geht dabei deutlich über die bisherigen Stuhltests hinaus. Neben dem Nachweis von Okkultblut erfolgt beim PCR-Test ein Nachweis anhand von vier zusätzlichen Biomarkern. „Durch die Erkennung von Tumor-DNA minimiert der PCR-Test effektiv die analytische Lücke zwischen Darmspiegelung und anderen Stuhltests“, weiß Prof. Dr. Dr. Matthias Dollinger, Koordinator Darmkrebszentrum und Chefarzt Klinikum Landshut.

Auf der Website der Initiative www.gemeinsam-gegen-darmkrebs.de können Interessierte sich informieren und einen der Partnerärzte in ihrer Region finden.

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