Am Ostgraben errichtet der Gemeinnützige Bauverein Dülken weitere 27 Wohnungen. Beim Spatenstich von links: Tobias Hören, Bernd Ivangs, Ernst-Jochen Botschen, Michael Lambertz, Ortsbürgermeisterin Simone Gartz, Christoph Sartingen, Heinz Plöckes und Hans-Willi Ivangs (Foto: privat)

Viersen. Klimafreundlich wohnen in Dülken

Mit einem symbolischen „Ersten Spatenstich“ bei strahlendem Sonnenschein hat der Gemeinnützige Bauverein Dülken das Startsignal für sein nächstes großes Bauprojekt gegeben: Auf dem Gelände am Ostgraben 51 errichtet die Genossenschaft 27 barrierefreie und besonders klimafreundliche Wohnungen für Ein- und Zweipersonen-Haushalte.

Wohnen mit Blick auf die Pfarrkirche St. Cornelius: Das ermöglicht der Bauverein den künftigen Mietern seines „KfW-Effizienzhauses 55“. Zum Spaten griffen beim offiziellen Baubeginn der neue Vorstandsvorsitzende Bernd Ivangs, seine Kollegen Michael Lambertz und Christoph Sartingen, Aufsichtsratsvorsitzender Ernst-Jochen Botschen, Ortsbürgermeisterin Simone Gartz, die früheren Vorstandsmitglieder Hans-Willi Ivangs und Heinz Plöckes sowie Bauunternehmer Tobias Hören. Der Neubau entsteht neben der vor einigen Jahren auf dem Gelände des früheren Aloysiushauses fertig gestellten Wohnanlage, die insgesamt 44 Wohnungen umfasst. Bei dem aktuellen Projekt handelt es sich um den dritten und letzten Bauabschnitt – „das Ende einer Trilogie“, wie Bernd Ivangs sagte.

Die Zwei-Zimmer-Wohnungen sind 52 oder 67 Quadratmeter groß, jede verfügt über eine Terrasse oder einen Balkon. Sie werden barrierefrei gestaltet, die Bäder erhalten bodengleiche Duschen. Das gesamte Gebäude mit drei Geschossen wird über einen Aufzug erschlossen. Für Heizung und Warmwasser sorgt eine Sole-Wasser-Wärmepumpe, die Wärme aus dem Erdreich nutzt. Als Effizienzhaus 55 wird das Gebäude nur gut die Hälfte (55 %) der Primärenergie verbrauchen, die ein Referenzgebäude nach dem Gebäudeenergiegesetz benötigt. Außerdem erhält der Bau einen höheren Wärmeschutz. Insgesamt investiert der Bauverein sechs Millionen Euro in das Projekt.

„Wir legen mit unserem Projekt einen besonderen Akzent auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit“, betont Vorstandschef Bernd Ivangs. Für die künftigen Mieter bringe das angesichts der derzeit explodierenden Heizkosten auch finanziell große Vorteile. Die Energiewende betrachtet Ivangs neben der Digitalisierung und dem aktuellen Anstieg der Baufinanzierungszinsen als eine der Herausforderungen für die künftige Arbeit des Bauvereins.

Bernd Ivangs (55) ist seit Jahresbeginn gemeinsam mit Christoph Sartingen und Michael Lambertz im Vorstand der Genossenschaft, vorher war er bereits ein Jahr in beratender Funktion tätig. Der Sparkassenbetriebswirt und LBS-Immobilienexperte folgt Hans-Willi Ivangs nach, seinem Vater, der seit 1999 im Vorstand des Bauvereins war. Bernd Ivangs ist verheiratet und Vater von vier erwachsenen Kindern. Zu seinen Hobbys gehören der Schwarzwald, Sport, Lesen und Mops Henry.

Auch der aktuelle Neubau wird geplant und begleitet von der Schmitz Ingenieurgesellschaft aus Dülken. Die Erdarbeiten übernimmt die Baggerei Mewissen aus Schwalmtal, den Rohbau erstellt die Bauunternehmung Tobias Hören aus Dülken. „Wir bauen nach Möglichkeiten mit lokalen und regionalen Firmen, weil wir die heimische Wirtschaft fördern möchten“, erklärt Bernd Ivangs.

Der Bauverein geht davon aus, dass im Mai oder Juni nächsten Jahres die ersten Mieter einziehen können. „Wir legen Wert auf eine gute Mischung von älteren und jüngeren Nutzern“, sagt Ivangs. Wenn der Neubau fertiggestellt ist, wird der Bauverein über 600 Wohnungen in Dülken verfügen. Rund 690 Mitglieder gehören der vor 123 Jahren gegründeten Genossenschaft an.

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