(Foto: © Flughafen Köln/Bonn GmbH)

Köln/Bonn. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat das Sicherheitspersonal an den Passagier-Kontrollstellen am Flughafen Köln/Bonn für kommenden Montag, 14. März, von 0 Uhr bis 24 Uhr erneut zu einem ganztägigen Streik aufgerufen. Dadurch ist mit erheblichen Beeinträchtigungen des Flugbetriebs in Köln/Bonn sowie umfangreichen Flugstreichungen zu rechnen. An den Fluggastkontrollen wird es voraussichtlich zu deutlichen Verzögerungen kommen.

Passagiere, die für kommenden Montag einen Flug ab Köln/Bonn gebucht haben, werden dringend gebeten, sich frühzeitig und insbesondere vor der Anreise zum Flughafen bei ihren Fluggesellschaften oder den Reiseveranstaltern über den Status ihres Fluges zu erkundigen. Um die Kontrollprozesse zu beschleunigen, sollten Reisende grundsätzlich ihr Handgepäck auf nur das Nötigste beschränken.

Insgesamt stehen für nächsten Montag (14.3.) in Köln/Bonn planmäßig 136 Passagierflüge auf dem Flugplan (69 Abflüge, 67 Ankünfte). Der Flughafen erwartet demzufolge planmäßig rund 14.000 Fluggäste.

Die Passagierkontrollen am Flughafen Köln/Bonn sind eine hoheitliche Aufgabe der Bundespolizei, die dafür private Sicherheitsdienstleister einsetzt. Der Flughafen ist nicht Tarifpartner, sondern lediglich die Arbeitsstätte, an der der Arbeitskampf ausgetragen wird.

Luftsicherheitsassistentinnen und -assistenten streiken am Flughafen Köln/Bonn und Düsseldorf

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft die Beschäftigten im Luftsicherheitsbereich, die am Flughafen Düsseldorf und Köln/Bonn in der Fluggastkontrolle tätig sind, zum Streik am Montag, dem 14. März auf. Der Streik wird in Köln/Bonn um 0:00 Uhr und Düsseldorf um 3 Uhr beginnen und um 24 Uhr wieder enden.

In den bisher drei Verhandlungsrunden zur Erhöhung der Entgelte für Sicherheitskräfte an Verkehrsflughäfen konnte keine Einigung erzielt werden. ver.di verhandelt bundesweit für etwa 25.000 Branchenbeschäftigte mit dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS). Die Arbeitgeber haben zwar ein Angebot unterbreitet, das aber in den letzten Verhandlungen nicht erhöht wurde. Damit bleibt es bei dem unzureichenden Angebot aus den beiden ersten Verhandlungen, das in keiner Weise die Preisentwicklung aufgreift und Nullmonate vorsieht. Dieses Angebot hat bereits Ende Februar zu Protesten und Streiks der Beschäftigten geführt. Dies gilt neben dem unzureichenden Angebot zur Erhöhung des Lohns, insbesondere für die Angleichung der regionalen Löhne auf das höchste Niveau und die Angleichung in Ost an West.

„Die Arbeit der Luftsicherheitskräfte muss finanziell attraktiv bleiben, damit die dringend benötigten Fachkräfte gewonnen werden können. In Düsseldorf werden aktuell mindestens 500 und in Köln/Bonn mindestens 100 Fachkräfte benötigt, um die Kontrolle der Fluggäste in einer angemessenen Zeit vornehmen zu können und um lange Warteschlangen zu vermeiden. Deshalb muss der Lohn um mindestens um 1 Euro angehoben werden. Das Arbeitgeberangebot liegt weit unter der Forderung der Beschäftigten. Außerdem wollen die Arbeitgeber Nullmonate durchsetzen“, kritisiert ver.di-Verhandlungsführer Wolfgang Pieper. „Schon jetzt gibt es einen Mangel an qualifizierten Arbeitskräften, die bereit sind, rund um die Uhr, an Wochenenden und an Feiertagen äußerst flexibel am Flughafen zu arbeiten.“

Die Verhandlungen werden am 16. und 17. März in Berlin fortgesetzt.

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