Torhüterin Alexandra Humpert konnte in Nürtingen zwei Siebenmeter abwehren (Foto: privat)

Kamp-Lintfort. Mit 31-28 konnten die Zweitligahandballerinnen des TuS Lintfort bei der TG Nürtingen gewinnen. „Ich freue mich, dass die Mannschaft die guten Leistungen aus der Vorwoche bestätigt und so die Punkte mitgenommen hat“, strahlte Lintforts Trainerin Bettina Grenz-Klein nach der Partie.

Eine Serie von sechs Auswärtssiegen in Folge in der 2. Bundesliga hat aber auch sie noch nicht erlebt. „Ich bin ja schon seit 21 Jahren Trainerin und stehe gerade in meiner 10. Saison in der 2. Liga. Eine so lange Siegesserie in fremden Hallen haben wir noch nie geschafft“, hebt Grenz-Klein den Wert der aktuellen Leistungen hervor.

In Nürtingen startete ihr Team konzentriert und stand vor allem in der Abwehr sicher. Lintfort legte in der ersten Halbzeit zunächst eine Führung vor und stand bis zum 9-6 sehr sicher. „Aber die TG hat sich nicht beeindrucken lassen und als wir uns im Angriff Nachlässigkeiten erlaubt haben, konnten die Gastgeberinnen sogar in Führung gehen“, haderte die Lintforter Trainerin mit den Leistungen ihrer Spielerinnen. Die fanden aber wieder zurück ins Spiel und gingen Sekunden vor dem Pausenpfiff durch ein Tor von Lena Heimes mit 17-16 in Führung.

Nach dem Seitenwechsel rissen die Gäste dann die Partie an sich und legten kontinuierlich Treffer vor. Als der TuS mit 23-19 in Führung ging, sah es Mitte der zweiten Halbzeit nach einem Erfolg aus. Aber erneut leistete sich Lintfort unnötige Abschlüsse und Ballverluste im Angriff, die Nürtingen wieder ins Spiel brachten. „In der Schlussphase waren wir aber hochkonzentriert und haben konsequent den Abschluss gesucht. Vor allem Pia Kühn hat das sehr gut gemacht und war ein wichtiger Faktor“, analysierte Bettina Grenz-Klein nachher. Daneben überzeugten vor allem die achtfache Torschützin Prudence Kinlend und Andra Lucas mit vier Toren.

„Am Donnerstag müssen wir ja in Aldekerk antreten. Das ist eigentlich schon Nachbarschaft. Wir müssen mal überlegen, wie wir das hinbekommen, dass die Mannschaft das auch als Auswärtsspiel wahrnimmt und die Serie noch weiter ausbaut“, blickt Grenz-Klein schon auf die nächste Aufgabe in fremden Hallen.

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