(Foto: Bundespolizei)

Bochum/Dortmund. Am Samstagnachmittag (12. März) soll ein Mann drei Dienstfahrzeuge der Bundespolizei am Hauptbahnhof Bochum beschädigt haben. Couragierte Zeugen hielten den Mann fest und informierten die Bundespolizei. Bei seiner Festnahme beleidigte der Mann die Polizisten.

Gegen 15:20 Uhr klingelte ein 45-Jähriger bei der Bundespolizeiwache im Bochumer Hauptbahnhof und gab an, dass ein Mann die Dienstfahrzeuge beschädigen würde. Die Bundespolizisten begaben sich unverzüglich zu den abgestellten Fahrzeugen und trafen dort auf zwei Zeugen, die einen 45-jährigen Dortmunder festhielten.

Die Einsatzkräfte fesselten den Mann umgehend, da dieser sich äußerst aggressiv verhielt. Zudem bedrohte er die Beamten mehrfach.

Bundespolizisten brachten den 45-Jährigen zur Wache und befragten die Zeugen. Diese gaben an, gesehen zu haben, wie der Mann gewaltsam einen Außenspiegel umgebogen habe. Daraufhin habe ein Paar sich entschlossen, den Tatverdächtigen zu stellen und festzuhalten. Sie fixierten den Mann bis zum Eintreffen der Bundespolizisten.

Ein weiterer Zeuge habe beobachten können, wie der 45-Jährige einen abgestellten E-Scooter über seinen Kopf hob und diesen unvermittelt in die Heckscheibe eines abgestellten Polizeifahrzeugs geworfen habe. Daraufhin habe er sich wenige Schritte entfernt und den Notruf gewählt.

Ein Mann, welcher mit seinem Fahrzeug den Bochumer Hauptbahnhof passierte, sah, wie der 45-Jährige einen E-Scooter in die Heckscheibe eines Dienstfahrzeugs warf. Daraufhin fuhr er auf den Parkplatz am Hauptbahnhof und informierte die Beamten in der Bundespolizeiwache persönlich.

Die Einsatzkräfte stellten fest, dass an einem Dienstwagen der Außenspiegel gewaltsam entgegen der Bewegungsrichtung umgeklappt wurde. An einem weiteren Dienstfahrzeug wurde die Frontstoßstange zerkratzt und eingedrückt, sowie der Parksensor zerstört. An dem dritten Fahrzeug wurde die Heckklappe beschädigt, sowie ein Außenspiegel abgebrochen.

Als Tatmittel konnte ein E-Scooter ermittelt werden, welcher ebenfalls Schäden aufwies.

Die Schadenshöhe wird derzeit noch ermittelt. Die drei Kraftfahrzeuge waren anschließend nicht mehr die Nutzung im Streifendienst tauglich und mussten ausgetauscht werden.

Der Dortmunder gab gegenüber den Beamten an, Alkohol getrunken zu haben und ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert 0,6 Promille.

Bundespolizisten leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen Zerstörung wichtiger Arbeitsmittel, Sachbeschädigung und Bedrohung gegen den Deutschen ein. (ots)

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