(Foto: privat)

Tönisvorst. Stadt stellt kostenlos Zangen, Handschuhe und Müllsäcke zur Verfügung

Ob “Plogging”, “Plalking” oder “Plycling” – man tut etwas für die eigene Fitness und gleichzeitig für die Umwelt. Was steckt dahinter? Ganz einfach: Beim Laufen, Walken oder Radfahren herumliegenden Müll aufheben, in einen Beutel verstauen und später ordnungsgemäß entsorgen. “Eine Bürgerin hatte sich an die Stadt gewandt: Bei ihren ausgedehnten Spaziergängen und Radtouren durch die ländliche Umgebung von Tönisvorst fiel ihr immer wieder der herumliegende Abfall auf. Ab und zu nahm sie eine Mülltüte mit, um das Gröbste aufzusammeln und auf eigene Kosten in ihrer Mülltonne zu entsorgen. Was sie mit Schutzhandschuhen allerdings ungerne aufhob, waren herumliegende OP- und FFP-Masken. Weshalb ihr die Idee kam, sich mit einer Müllzange auszustatten“, erläutert Bürgermeister Uwe Leuchtenberg. „Zwecks Zangen hat die Bürgerin dann bei der Stadt nachgefragt – und wir haben diese Idee gerne aufgegriffen“, so Ralf Jeromin, Abteilungsleiter Sicherheit und Ordnung.

Die Umsetzung der Idee sieht jetzt so aus:

  • Die Stadt stellt kostenlos Zangen, Handschuhe und Müllsäcke zur Verfügung.
  • Die Ausgabe der Zangen, Handschuhe und Müllsäcke erfolgt vom 16. März bis 14. April 2022 im Foyer des Verwaltungsgebäudes Bahnstraße 15 (Anmeldung an der Pforte) – nach einer Registrierung mit Name und Anschrift.
  • Kostenlos abgeben kann man die gesammelten Abfälle beim Wertstoffhof der Stadt Tönisvorst auf dem Gelände der Firma. Gerke, Lenenweg 39.

„Als Dankeschön werden dann Apfelstadtgutscheine unter allen Teilnehmenden zum Ende des Jahres verlost“, so Ralf Jeromin abschließend.

„Es werden in freier Natur, entlang der Felder oder beispielsweise im Freizeitgelände Am Wasserturm achtlos Zigarettenkippen, Plastik-Müll, Masken oder aber Verpackungsmaterial von Lebensmitteln weggeworfen. Das kann gerade für Wildtiere gefährlich werden“, so Apfelkönigin Melanie I, die selber immer wieder bei Spaziergängen Abfall aufsammelt und für diese Aktion wirbt. Woher die unaussprechlichen Namen wie „Plogging“, „Plalking“ oder „Plycling“ kommen? „Das ist ein Kofferwort aus Joggen, Walking oder Radfahren in Kombination mit dem schwedischen Wort für Aufheben, nämlich „plocka upp“, erläutert die Apfelkönigin schmunzelnd und ergänzt: „In einigen Ländern ist dieser Trend aus Schweden schon zu einer Trendsportart geworden“.

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