(von links) Claire Neidhardt (Leiterin Stadtmarketing), Andreas Horster (Vorstand Kommunalbetrieb Krefeld) und Umweltdezernentin Sabine Lauxen haben im Rathaus gemeinsam die Aktion CleanUp Day vorgestellt (Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, Dirk Jochmann)

Krefeld. Bürger sind eingeladen

Auch Stadt, KBK und GSAK sorgen mit Programm „Stadtfein” für Sauberkeit

In Krefeld wird es am Samstag, 2. April, 10 bis 13 Uhr, einen ersten stadtweiten „CleanUp Day” geben. Alle Bürger Krefelds sind eingeladen, an diesem Tag in ihrem Quartier, auf der Straße oder im Park, Müll einzusammeln und so gemeinsam Krefeld sauberer zu machen. Initiiert wurde dieser Reinigungstag von Stadtverwaltung und Kommunalbetrieb Krefeld (KBK). In einer gemeinsamen Pressekonferenz haben Umweltdezernentin Sabine Lauxen, Andreas Horster als KBK-Vorstand sowie Claire Neidhardt, Leiterin des Stadtmarketings, die Planung für diesen Tag unter dem Motto „Maak et propper” vorgestellt.

Vor diesem Aktionstag werden auch Stadt und Handel mit einem Bündel an Maßnahmen im Rahmen des Programms „Stadtfein” für Sauberkeit sorgen. „Das Signal ist klar: Die Stadt sauber zu halten, ist eine gemeinsame Aufgabe von Stadtverwaltung, KBK und GSAK und möglichst vielen Bürgern”, sagt Umweltdezernentin Sabine Lauxen. „Der neue stadtweite CleanUp Day soll ein Gemeinschaftsgefühl wecken. Die Teilnehmer zeigen Verantwortung für ihr Quartier, es entsteht ein Bewusstsein für Umwelt, Müllvermeidung und Naturschutz. Wer in seinem Quartier mit saubermacht, der will auch, dass es dort sauber bleibt. Die rege Teilnahme an anderen Veranstaltungen wie dem ,Rhine Cleanup’ zeigt uns, dass viele Bürgerinnen und Bürger gerne mit anpacken. Hier setzt auch unser Aktionstag an. Stadt und Bürger gemeinsam – das soll die Botschaft sein.”

Bürger sind aufgefordert mitzumachen: Stadt veröffentlicht Geschichten und Fotos der Teilnehmenden

KBK-Vorstand Andreas Horster erläuterte die Details des CleanUp Day am 2. April. Die Bürger können sich – allein oder als Gruppe, Nachbarn, Freunde, Vereine – über das Internetportal https://www.krefeld.de/cleanup-day anmelden. „Erste Anmeldungen von Gruppen sind bereits erfolgt. Das stimmt mich hoffnungsvoll, dass der Tag ein Erfolg wird”, sagt Andreas Horster, der auch betonte: „Wir wollen diesen Tag von nun an jedes Jahr anbieten. Der Zuspruch wird sicherlich noch wachsen.”

Handschuhe und Abfallsäcke werden auf Wunsch durch den KBK bereitgestellt. Im Nachgang wird nach der Anmeldung ein Ort vereinbart, an dem der Müll am 2. April bis 13 Uhr abgelegt wird. Ab 13 Uhr ist dann die GSAK an diesem Tag im Einsatz und holt die Müllmengen ab. Geplant ist auch, dass Bürger Bilder oder Texte einreichen können. Die Bürger können ein Foto der teilnehmenden Gruppe mit kurzem Text an cleanupday@krefeld.de senden. Die Bilder werden dann auf der Website zum CleanUp Day veröffentlicht.

Internetseite des Kommunalbetriebs sammelt Informationen

Sehr lobenswert, dies machte Sabine Lauxen deutlich, sei das seit Jahren in Krefeld bestehende Engagement vieler Bürgervereine mit eigenen Reinigungsaktionen in den Stadtteilen. Die Vereine seien eingeladen, sich an dem CleanUp zu beteiligen. Manche Vereine haben bereits gesammelt oder andere Termine vereinbart. Auch die würden natürlich unterstützt, betonte Andreas Horster. „Alles, was dazu beiträgt, unsere Stadt sauber zu machen, wird von uns unterstützt.” Er verwies in diesem Kontext auch auf die Internetseite https://www.maak-et.de des Kommunalbetriebs. Auf dieser können Bürger ihre Hinweise zu Problemen im Stadtbild melden. Anschließend erfolgt eine Bearbeitung, der Bürger wird über den Fortschritt informiert. Größere Gegenstände, die beim CleanUp Day gefunden und nicht getragen werden können, können über die Internetseite https://www.maak-et.de auch direkt gemeldet werden.

Stadt weiß über eigene Verantwortung

Sabine Lauxen, Andreas Horster und Claire Neidhardt betonten bei der Pressekonferenz auch, dass es bei diesem Aktionstag nicht darum gehe, von städtischer Verantwortung abzulenken. Stadt, KBK und GSAK sind tagtäglich bemüht, den öffentlichen Raum sauber zu halten – und planen vor dem „CleanUp-Day” eine eigene große Reinigungsaktion. Vom 21. März bis 1. April wird es in Krefeld erneut einen „Frühjahrsputz” geben. Gemeinsam mit dem Handel werden KBK und GSAK zusätzlich zu den regulären täglichen Reinigungen zahlreiche weitere Maßnahmen starten, die für eine Verschönerung des Stadtbildes und Erhöhung der Aufenthaltsqualität sorgen. Damit werden auch Vorbereitungen für die Innenstadtveranstaltung des Handels, den „Krefelder Frühling” am 2. April, getroffen. Auch in den Zentren der Stadtteile wird es ergänzende Reinigungsmaßnahmen geben.

Initiative zur Verschönerung der Stadt

Claire Neidhardt führte aus, dass im Rahmen von „Stadtfein” die Hochbeete auf dem Neumarkt und Willy-Göldenbachs-Platz bunt bepflanzt werden. 600 Eiben an Westwall, Südwall und Ostwall werden nachgepflanzt. Die Wege auf den Wällen werden mit roter Asche nachbearbeitet. Es wird eine Sonderreinigung der Verweilinseln in der Stadt mit Bänken und Papierkörben geben. Eine Nassreinigung der City – insbesondere unter den Papierkörben – wird erfolgen. Graffiti auf Schaltkästen und öffentlichen Flächen werden entfernt, ebenso die Kaugummis in der Fußgängerzone und der Taubendreck auf dem Glasdach auf der Königstraße. Auch die Brunnenanlagen werden gesäubert.

„Wir appellieren außerdem gemeinsam mit der Werbegemeinschaft an die Händler und Gastronomen, sich am Frühjahrsputz zu beteiligen und diese Aktivitäten in den Sozialen Medien zu dokumentieren”, sagt Claire Neidhardt. Auch auf diesem Wege könne die positive Botschaft der Reinigungsaktion unter dem Hashtag #Fruehjahrsputz in die Öffentlichkeit getragen werden. Die Händler sollen die Eingangsbereiche vor den Geschäften kontrollieren, Schaufenster, Fassaden und Werbeanlagen reinigen sowie Dreck, Müll, Aufkleber, Graffiti oder vertrocknete Blumen in den Pflanzkübeln entfernen. Begrüßenswert wäre auch eine frühlingshafte Bepflanzung von Blumenkübeln oder entsprechende Dekoration. „Wir bereiten die Frühlingsstimmung in den Zentren vor”, sagt Claire Neidhardt.

Vier Jahre benötigt um CDU-Idee umzusetzen
Timo Kühn (Foto: Dirk Jochmann)

Timo Kühn, ordnungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, erklärt zur Einführung eines sogenannten „Cleanup-Day“: „Wir gratulieren der Stadt dazu, vier Jahre zu brauchen, um unsere Idee eines stadtweiten Sauberkeitstags umzusetzen. Schon im Januar 2018 hat die CDU-Fraktion genau die gleiche Idee in den zuständigen Ausschuss eingebracht. Damals wurde dieser vom Ausschuss positiv aufgenommen. Dass es nun vier Jahre braucht, damit die Idee aus dem Ausschuss beim Kommunalbetrieb landet, ist schon blamabel. Vor allem, wenn Frau Lauxen auch noch erklärt, das Format hätte man aus anderen Städten kopiert. Auch ist es sehr schade, wenn Frau Lauxen jetzt erst feststellt, dass sich die Krefelder Bürger immer wieder über Dreck und Müll aufregen. Seit 2018 wiederholt das die CDU immer wieder im Namen der Bürger – zuletzt mit Blick auf die Promenade. Wir hoffen also, dass es jetzt keine weiteren vier Jahre braucht, bis Frau Lauxen oder der Oberbürgermeister feststellen, wie man den Dreck besser wegmacht. Als CDU danken wir aber auch den vielen ehrenamtlichen Initiativen zum Aufräumen und Saubermachen in den Stadtteilen, wie beispielsweise in Fischeln oder Hüls, die sich schon seit Jahren um die Sauberkeit vor Ort kümmern. Wir erwarten, dass sich die Stadt mit diesen Initiativen abstimmt.”

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