Kathrin Leneke vom Schlosstheater Moers (rechts) und Carmen Müller von der Sparkasse hatten viel Spaß beim Aufhängen der rund 70 Plakate und Skizzen in der Kundenhalle der Sparkasse am Ostring (Foto: privat)

Moers. Ausstellung in der Sparkasse zeigt Plakate und Skizzen aus 30 Jahren

Der Pinguin wird 30 und mit ihm das Kinder- und Jugendtheaterfestival Penguin´s Days. Parallel zu den insgesamt zehn Inszenierungen aus ganz Deutschland ist in der Sparkasse am Ostring eine Ausstellung mit Theaterplakaten aus drei Jahrzehnten zu sehen. Der aus Moers stammende Maler und Illustrator Kai Pannen stellt für die Jubiläumsschau über 70 Skizzen und Originalplakate zur Verfügung, die er seit 1993 angefertigt hat. Die Ausstellung ist noch bis Donnerstag, 7. April, während der Öffnungszeiten der Sparkasse von 9 bis 13 Uhr und von 14 bis 16.30 Uhr, donnerstags bis 18 Uhr zu sehen.

Das Festival begann 1993 als unmittelbare Reaktion auf den rechtsextremen Brandanschlag von Solingen. Damals waren zwei junge Frauen und drei Mädchen ums Leben gekommen. Das „Theater ohne Smoking“, wie es anfänglich hieß, sollte Kindern und Jugendlichen Werte wie Respekt, Solidarität, kulturelle Vielfalt und viele mehr vermitteln. Ganz nah am jeweiligen Zeitgeschehen warb der Pinguin dafür stets überraschend neu und einladend auf farbenfrohen Plakaten und Flyern.

Kai Pannen schuf mit Max von Meer nicht nur die Symbolfigur des Festivals. Zu jedem Festival dachte er sich eine thematisch zu den Stücken passende Kulisse für den Pinguin aus. Mal hat er den Trenchcoat lässig übergeworfen, mal vergräbt er als Klimaflüchtling auf einer bedrohlich klein gewordenen Eisscholle seine Flossen darin, mal ist er sehr verliebt und dann taucht Max als junger Familienvater auf.

„Dass Max von Meer und ich eine so lange Geschichte miteinander haben würden, habe ich vor dreißig Jahren nicht gedacht“, sagt Kai Pannen. Nirgendwo in NRW besteht das Kinder- und Jugendtheaterfestival so lange wie in Moers. „Das ist vor allem unserem Hauptsponsor, der Sparkasse am Niederrhein, zu verdanken, die seit 1994 zuverlässig in jedem Jahr für die finanzielle Basis des Festivals sorgt“, sagt Ulrich Greb, der Intendant des Schlosstheaters.

Der Blick in die Ausstellung zeigt die Vielfalt der Themen: „Angst im Dunklen“, „Liebe“ oder „Alltagsrassismus“. Weitere Programm-Informationen unter www.schlosstheater-moers.de

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