Auch die Schleuse am Baldeneysee wird künftig über die neue Trafostation mit Strom versorgt. Zuvor ermöglichte ein Provisorium den Schleusenbetrieb (Foto: Ruhrverband)

Essen. Provisorium, das in den letzten Monaten den Schleusenbetrieb ermöglicht hat, wird ersetzt

Der Ruhrverband beginnt in der kommenden Woche mit den Vorbereitungen für den Bau einer neuen Trafostation unterhalb der Zufahrt zum Wasserkraftwerk am Baldeneysee. Der Bau ist Teil der Erneuerung der elektrischen Versorgung der Wehranlage und der Schleuse Baldeney. Damit wird das Provisorium, das seit einem Schaden in einem Schaltschrank vor rund eineinhalb Jahren den Schleusenbetrieb ermöglicht hat, nun endlich durch eine dauerhafte Lösung ersetzt.

Zur Erinnerung: Nur für wenige Sekunden fiel im September 2020 im Essener Stadtteil Werden der Strom aus, doch der daraus resultierende Kurzschluss führte zu einem Schmorbrand in einem Schaltschrank, bei dem die darin befindlichen Anlagenteile irreparabel beschädigt wurden. Da das Unternehmen, das vor über 40 Jahren die Komponenten der Schaltanlage hergestellt hatte, nicht mehr existierte, musste der Ruhrverband im Kontakt mit der Nachfolgefirma zunächst prüfen, ob die benötigten Ersatzteile noch irgendwo erhältlich waren (waren sie nicht) oder als Sonderanfertigung nachgebaut werden konnten. Als dauerhafteste Lösung stellte sich dann allerdings doch eine komplette Erneuerung heraus, die nun angegangen wird.

In den kommenden Wochen stehen zunächst Arbeiten zur Fundamentherstellung, Anbindung des bestehenden Pumpwerks, Böschungsabfangung und Leerrohrverlegung an. Anschließend wird die neue Trafostation errichtet und ins Netz eingebunden. Bis alles fertig ist, wird es – mit einer geplanten Unterbrechung in den Osterferien – voraussichtlich rund sieben bis acht Wochen dauern. Für etwaige Beeinträchtigungen auf dem Fuß- und Radweg im Bereich der Baustelle unterhalb des Wasserkraftwerks bittet der Ruhrverband um Verständnis.

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