v.l. Siglinde Bockheim (Wähler Initiative Rheurdt, W.I.R.), Peter Philipps (Wankumer Wählergemeinschaft, WWG), Stephan Flick (FREIE WÄHLER), Karl-Heinz van Cleef und Stephan Jansen (W.I.R.) (Foto: privat)

Rheurdt. Der Landtagskandidat der Partei „FREIE WÄHLER“, Stephan Flick, ist zu einem Vorort-Gespräch nach Rheurdt gereist.

Stephan Flick, der Landtagskandidat der Partei „FREIE WÄHLER“ für den Südkreis Kleve, traf sich zu ersten Gesprächen mit Rheurdter Landwirten. Begleitet wurde Flick, der bereits seit vielen Jahren im Wachtendonker Rat aktiv ist, von Vorstandsmitgliedern der Freien Wählergemeinschaften aus Rheurdt (W.I.R.) und Wachtendonk (WWG). In diesen Gesprächen informierte er sich über die Sorgen und Nöte der Landwirte und deren Probleme mit Behörden und bei der Umsetzung der vielen gesetzlichen Bestimmungen für ihre tägliche Arbeit. So erfuhr er im Gemüseanbau Betrieb van Cleef in Saelhuysen, wie nachhaltige, landwirtschaftliche Produktion abläuft.

In dem 2,5 Hektar großen Gewächshausareal, also einer Fläche, die zweieinhalb Fußballfeldern entspricht, produzieren die van Cleefs Minigurken und Rispentomaten. „Jede Woche ernten wir über 200.000 Minigurken“, erzählte Karl-Heinz van Cleef. „Sie gehen als Frischware an Supermärkte und eine Genossenschaft in Nordrhein-Westfalen. Zwei Drittel unseres Umsatzes machen wir mit Gurken, ein Drittel mit Tomaten. Des Weiteren reifen bei uns noch Paprika und Auberginen.“

Seit 32 Jahren produziert der Betrieb am Standort Saelhuysen. Er begann auf klassische Weise mit Salaten im Winter und Fruchtgemüse im Sommer. Vor 25 Jahren stellte Karl-Heinz van Cleef Schritt für Schritt auf den Anbau ohne Erde im Gewächshaus um. „So ernten wir ab Februar die ersten Minigurken. Tomaten reifen in den beheizten Gewächshäusern ab Mitte März. Die Saison läuft bis Ende Oktober. „Den November nutzen wir, um alle Pflanzenreste auszuräumen, die Gewächshäuser intensiv zu reinigen und auf die nächste Saison vorzubereiten. Das Wasser, das beim Gießen als überschüssiges Wasser ausdrainiert, wird gesammelt, gereinigt, desinfiziert und beim nächsten Mal wiederverwendet. So gehen weder Wasser noch Nährstoffe verloren. Wärme und Strom liefert eine Biogasanlage und PV-Anlage. Pflanzenschutz und Bestäubung erledigen bei uns ausgebrachte Nutzinsekten“. Bei seiner Arbeit wird Karl-Heinz van Cleef von seinem Sohn Markus und 50 Mitarbeitern unterstützt. Darunter sind Festangestellte, Fachpraktikantinnen, Saisonarbeitskräfte und je nach Bedarf Schüler:innen und Student:innen. Dazu kommen z.Z. noch 2 Schutzbedürftige aus der Ukraine.

Bei seinem Rundgang zeigte sich der Landtagskandidat tief beeindruckt und versprach im Falle seiner Wahl, im zukünftigen Landtag die Landwirtschaft in ihrem Bemühen um Nachhaltigkeit und Biodiversität kräftig zu unterstützen.

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