(Foto: privat)

Dormagen. Die Stadt Dormagen hat eine weitere Unterbringungsmöglichkeit für ukrainische Kriegsvertriebene geschaffen. Nach den neu hergerichteten Unterkünften in der ehemaligen Christoph-Rensing-Schule, in der Sporthalle Beethovenstraße und am Kirschfeld ist mit der Unterstützung vieler Freiwilliger gestern im Sportzentrum Zons an der Wilhelm-Busch-Straße bereits die vierte städtische Unterkunft für die Aufnahme von ukrainischen Geflüchteten weitgehend fertiggestellt worden.

„Mit dem neuen Aufnahmezentrums in Zons verfügen wir über weitere bis zu 190 Schlafplätze für Ukrainerinnen und Ukrainer. In drei Wohnzelten auf dem Aschenplatz wird die Kapazität in den nächsten Tagen um 240 Plätze erweitert“, erklärt Bürgermeister Erik Lierenfeld. „An dieser Stelle möchte ich mich bei allen bedanken, die zur schnellen Realisierung beigetragen haben. Insbesondere die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die Kameradinnen und Kameraden unserer Feuerwehr sowie etliche Verwaltungskräfte haben in den vergangenen Tagen wieder unermüdlich gearbeitet. Auch den Sportvereinen gilt mein Dank, die großes Verständnis für die Umfunktionierung der Halle gezeigt haben.“

Trotz der großen Aufnahmekapazitäten ist auch in Zons ein Mindestmaß an Privatsphäre für alle Menschen, die dort untergebracht werden, gewährleistet. So besteht die Unterkunft aus 55 abschließbaren Zimmern mit normalen Betten unterschiedlicher Größe. „Uns ist es sehr wichtig, dass sich die Menschen hier möglichst wohlfühlen und niemand auf einem Feldbett schlafen muss“, sagt der Erste Beigeordnete Robert Krumbein. „Deshalb stellen wir in all unseren Unterkünften ganz klar Qualität vor Quantität und verzichten lieber auf den einen oder anderen zusätzlichen Schlafplatz zugunsten von mehr Geräumigkeit.“

Stand gestern sind 613 Menschen aus der Ukraine in Dormagen angekommen. Ein großer Teil der Schutzsuchenden ist privat bei Dormagener Bürgerinnen und Bürgern aufgenommen worden. In den städtischen Unterkünften in der ehemaligen Christoph-Rensing-Schule, in der Sporthalle an der Beethovenstraße sowie der Unterkunft am Kirschfeld sind bislang rund 212 Kriegsflüchtlinge untergekommen. In Kürze werden auch in Zons die ersten Geflüchteten erwartet.

Weitere Informationen rund um das Thema Ukraine gibt es unter www.dormagen.de/ukraine. Bürgerinnen und Bürger, die in irgendeiner Form Hilfe anbieten möchten, können weiterhin eine E-Mail an hilfe@stadt-dormagen.de schicken.

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