Gruppenfoto anlässlich des Treffens zwischen dem Team Niederrhein und den Landfrauen aus dem Kreis Wesel (Foto: Thomas Eusterfeldhaus / CDU-Kreisverband Wesel)

Kreis Wesel. Zu einem Gedankenaustausch trafen sich kürzlich die drei Landtagskandidatinnen der CDU im Kreis Wesel, Charlotte Quik MdL (Wahlkreis Wesel III), Simone-Tatjana Stehr (Wahlkreis Oberhausen II – Wesel I) und Julia Zupancic (Wahlkreis Wesel IV), mit Vertreterinnen des Kreisverbandes Wesel des Rheinischen Landfrauenverbandes.

Landfrauen aus dem gesamten Kreisgebiet, darunter auch die Kreisvorsitzende Waltraud Krüger, waren in das Hotel-Restaurant „Wacht am Rhein“ nach Wesel gekommen, um mit den Landtagskandidatinnen der CDU über zahlreiche Themen, die die Landfrauen zurzeit bewegen, zu diskutieren. Als besonderen Gast während des mehr als zweistündigen Gespräches konnten die Teilnehmerinnen Kreislandwirtin Anna Kleinheßling aus Hamminkeln begrüßen.

Auf ihrer Agenda hatten die Landfrauen nicht nur die allgemeine Situation der Landwirtschaft und der landwirtschaftlichen Betriebe, sondern vor allem viele Einzelthemen, die an diesem Nachmittag ausführlich diskutiert wurden. So plädierten die Landfrauen für die Einführung eines Schulfaches Alltagskompetenzen, um den Schülerinnen und Schülern in Nordrhein-Westfalen möglichst frühzeitig wichtiges Wissen im Bereich Haushaltsführung, Lebensmittellehre, Finanzen und Landwirtschaft vermitteln zu können. Sorgen bereitet den Landfrauen in diesem Zusammenhang die häufig sehr geringe Wertschätzung der Landwirtschaft in der Bevölkerung. Viele Menschen seien sich heute nicht mehr bewusst, welchen Beitrag die Landwirtschaft für den Wohlstand der Gesellschaft leistet.

Besonders wichtig ist den Landfrauen auch, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. Ein Thema, das gerade auch in der Landwirtschaft zunehmend an Bedeutung gewinnt. Frauen leisten Vollzeitarbeit in den Betrieben, erziehen ihre Kinder und leisten Care-Arbeiten bei den Altenteilern. Nach Ansicht der Landfrauen muss die Rolle der Frau neu bewertet und im Hinblick auf die Rentenpolitik deutlich gestärkt werden. Eine verbesserte Anerkennung von Erziehungszeiten und Care-Arbeit sie hier der entscheidende Schlüssel.

Weitere Themen des Gespräches waren die verstärkte Vermarktung regionaler Produkte, die Energiewende, der voranschreitende Flächenverbrauch und die Wolfspopulation am Niederrhein.

Als Fazit hielten Charlotte Quik, Simone-Tatjana Stehr und Julia Zupancic nach dem Gespräch fest: „Es war ein sehr interessanter und spannender Gedankenaustausch, den wir künftig gerne fortsetzen möchten. Wir sind froh und dankbar, dass wir im Kreis Wesel eine so aktive Landfrauenbewegung haben, die mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit vor Ort in unseren Dörfern, Städten und Gemeinden einen wichtigen Beitrag zum Zusammenhalt unserer Gesellschaft leistet.“

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