(Foto: Stadt Köln/Matthias Meurer)

Köln. Sanierungen und Erweiterungsbau der Grundschule in Ossendorf abgeschlossen

Grundschüler:innen der katholischen „Peter-Lustig Schule“ in Ossendorf können am kommenden Montag, 25. April 2022, erstmals in ihren neuen Räumen unterrichtet werden. Die Erweiterung und die Sanierung des Ganztags-Schulstandorts Wilhelm-Schreiber-Straße wurden abgeschlossen, in den Osterferien fand der Umzug statt.

Die Katholische Offene Ganztagsgrundschule ist der erste, abgeschlossene Schulbau aus einem Paket mit vier Schulen in drei Stadtteilen (Ossendorf, Weiden, Mülheim), das Oberbürgermeisterin Henriette Reker im Oktober 2017 mit der ÖPP-Firma Vinci Facilities Solutions GmbH besiegelt hatte. Öffentlich-Private Partnerschaft (ÖPP) bedeutet, dass der ÖPP-Partner auch den Betrieb samt Bauunterhaltung, Hausmeisterleistungen und Reinigung für 25 Jahre übernommen hat.

Die vier Bauteile des Ossendorfer Schulstandortes aus dem Ursprungsbaujahr 1962 wurden in zwei Bauabschnitten in energetischer Bauweise gemäß Energieeinsparverordnung (EneV) 2016 ertüchtigt. Neu – und gut für den Klimaschutz – sind neben modernen Fenstern und einem energiesparenden Wärmedämmverbundsystem auch eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung für Aula und Mensa sowie eine Photovoltaikanlage zur Eigenstromnutzung auf dem Dach des sanierten Altbaus Trakt A.

Realisiert wurde ein Entwurf des Architekturbüro Starmans aus Aachen. Er wahrte den historischen Ursprungsstil einerseits wie auch den parkähnlichen Charakter des rund 15.000 Quadratmeter großen Grundstücks andererseits und brachte die Gebäude dennoch technisch auf den neuesten Stand. Die Fassaden sind wieder von einem Wechsel aus Klinker und Putz geprägt. Auf dem ohnehin sehr grünen Schulgrundstück werden nach Rückbau der Schulersatzbauten, die als Interim dienten, noch weitere sechs Bäume gepflanzt. Die Freiflächen neben den beiden Schulhöfen im Norden und Osten der Gebäude bieten zudem eine Wiese mit Spiel- und Klettergeräten sowie einen Schulgarten im südlichen Bereich.

Neben der Sanierung der bestehenden Gebäude wurde ein Neubau verwirklicht mit Speiseräumen und einer Mensaküche für bis zu 300 Essen. Angebaut wurden zwei Aufzugstürme zur barrierefreien Erschließung der beiden mehrgeschossigen Hauptgebäude. Durch überdachte Verbindungsgänge als vorgestellte Fluchtbalkone wurden zweite Rettungswege geschaffen.

Die neu ausgestattete Sporthalle verfügt nun über eine Fußbodenheizung. Digitale Smartboards ersetzen in den Klassenräumen die Tafeln. Die ehedem neoplastizistischen Mosaike auf den Treppenhausvorbauten wurden auf Wunsch der Schulgemeinde – passend zum neuen Namen der „Peter Lustig“-Schule – durch ein Löwenzahn-Logo ersetzt.

Sämtliche Bauarbeiten beider Bauabschnitte wurden während des laufenden Unterrichtsbetriebes durchgeführt. Dafür zogen die Nutzer:innen des jeweils in Bearbeitung befindlichen Bauteils in Schulersatzcontainer auf dem Pausenhof. Die Sicherheit der Kinder stand dabei an erster Stelle, erreicht wurde dies durch die strikte Trennung von Baustelle und Schulbetrieb, angepasst an die wechselnden Bauzustände. Die Container werden nach vollständig abgeschlossenen Um- und Rückzügen in die verschiedenen Trakte zurückgebaut und die Außenanlagen abschließend gestaltet.

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