Der Lego-Hackathon bei der Heinrich Steuber GmbH (Foto: Heinrich Steuber GmbH)

Mönchengladbach. Oster-Camp 2022 des zdi-Zentrums Mönchengladbach

Zusammen mit der Heinrich Steuber GmbH, MGconnect und der Hochschule Niederrhein hat das zdi-Zentrum Mönchengladbach das Oster-Camp 2022 mit vielen spannenden Kursen organisiert. Die Resonanz der Schülerinnen und Schüler war sehr gut. Nun geht es an die Fertigstellung des Programms für das Sommer-Camp.

Im Showroom der Heinrich Steuber GmbH an der Krefelder Straße geht es wuselig zu. Der Lego-Hackathon ist in vollem Gange. Die Teilnehmer sitzen vor einer großen weißen Matte, die mit verschiedenen Farben bemalt ist. Auf der Matte ziehen die Roboter der Teilnehmer auf den bunten Linien ihre Kreise. Muss etwas korrigiert werden, geht es zurück an den Laptop und es wird nachjustiert. In dieser ersten Osterferienwoche haben die Teilnehmer die Gelegenheit, auf der Basis von Lego Spike ihre eigenen kleinen Roboter zu bauen. Das Modell von Thea Ikemefuna und Marie Kleinhorst etwa kann das Wetter ansagen oder die Farben erkennen, auf denen es fährt. „Die Wetterdaten zieht der Roboter sich mit WLAN aus dem Internet“, sagt Thea Ikemefuna. „Wir haben viel gelernt. Wer verantwortlich ist, programmiert den Roboter auch“, sagt Marie Kleinhorst. Geleitet wird der Workshop von Nadia Meschronki. „Wir möchten dies gerne weiter etablieren und junge Leute begleiten“, sagt der Geschäftsführer der Heinrich Steuber GmbH, Stephan Ude.

Im Makerspace der Hochschule Niederrhein in Krefeld geht es unterdessen im Workshop „Cosplay-Sternenkrieger*in“ in ferne Welten. An einer Reihe Tische liegen Laserschwerter, die noch den letzten Schliff bei der Programmierung oder bei der Zusammenführung der Komponenten benötigen. „Wir haben für die Teilnehmer das Grundgerüst wie den typischen Sound oder die Farben programmiert. Die Lötarbeiten, um die Komponenten zusammenzuführen, übernehmen dann die Jugendlichen selbst“, erklärt Ali Madershahian vom Makerspace der Hochschule. An den anderen Tischen surren Nähmaschinen, oder die Jugendlichen arbeiten mit Worbla und verzieren ihr fertiges Laserschwert. Modedesignerin Nicole Busch hat die Schnittmuster für die Kostüme erstellt und hilft, wenn es mit der Maschine nicht klappt: „Die Teilnehmer machen den Zuschnitt dann selbst und können auch noch eigenhändig Gürtel oder Armbänder entwerfen“. Sabrina Eickhoff ist für die kreative Gestaltung der Laserschwerter mit Worbla zuständig: „Mit dem Material sind die Jugendlichen völlig frei in der Gestaltung und können sich kreativ austoben“. Star-Wars-Fan Malte Korell ist mit seiner Kutte beschäftigt und sitzt an der Maschine: „Man lernt viel. Wenn man noch nicht gelötet oder genäht hat, lernt man das. Der technische Teil hat mir am besten gefallen“.

Die Bilanz der Osterferienkurse bei den Organisatoren fällt am Ende sehr positiv aus. „Unser Oster-Camp war sehr gefragt, die Kurse waren dementsprechend ausgebucht. Um mehr Kindern und Jugendlichen die Teilnahme zu ermöglichen, haben wir uns entschieden, die ,Coding School @HSNR‘ und ,Cosplay-Sternenkrieger*in‘ jeweils zweimal anzubieten“, sagt Björn Hollburg, zuständiger zdi-Projektmanager bei der WFMG.

In der „Coding School @HSNR“ auf dem Campus in Mönchengladbach bauten Schülerinnen und Schüler ab 13 Jahren auf Grundlage von Rasperry Pi Alarmanlagen, programmierten Websites oder Smart-Home-Steuerungen. Sie erwarben in dem Kurs erste Kenntnisse oder bauten auf bereits bestehenden Erfahrungen auf. Auch in der zweiten Runde des Cosplay-Kurses gestalteten die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler zusammen mit der Cosplayerin Monono Creative Arts, der Modedesignerin von Lenora Gewandungen und dem Makerspace-Team nicht nur ihre eigenen Galaxis-tauglichen Kostüme inklusive der Accessoires wie Taschen und Gürtel, sondern auch ihr eigenes Lichtschwert.

Die Planungen für das zdi-Sommer-Camp laufen längst auf Hochtouren. „Wir sind schon mit unseren Kooperationspartnern im Gespräch. Einige der geplanten Programmpunkte kann man auf der Homepage des zdi-Zentrums Mönchengladbach schon einsehen“, sagt Björn Hollburg.

 

Über das zdi-Zentrum Mönchengladbach:

Mit über 4.500 Partnern aus Politik, Wirtschaft, Schule und Hochschule ist das zdi-Zentrum (Zukunft durch Innovation NRW) das europaweit größte Netzwerk zur Förderung des MINT- Nachwuchses (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). Das Wissenschaftsministerium NRW koordiniert zdi landesweit. Die WFMG hatte gemeinsam mit Akteuren aus der Wirtschaft und der Schullandschaft das zdi-Zentrum Mönchengladbach ins Leben gerufen. Es ist seit 2009 Teil der Gemeinschaftsoffensive: https://mgconnect.de/zdi-zentrum-mg. Die Kurse des zdi-Zentrums MG werden finanziert durch Fördergelder der Bundesagentur für Arbeit und des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft NRW sowie durch Spenden der zdi-Partnerunternehmen.

Beitrag drucken
Anzeigen