Bei der diesjährigen Baumpflanzaktion auf der Wiese hinter der Kinder- und Jugendpsychiatrie der LVR-Klinik Bedburg-Hau pflanzten der Kaufmännische Direktor der LVR-Klinik Bedburg-Hau Stephan Lahr und der Bürgermeister der Gemeinde Bedburg-Hau Stephan Reinders zwei Rotbuchen. Insgesamt gehören zum Gelände der Klinik mehr als 5500 Bäume (Foto: M. Ebbers)
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Bedburg-Hau. Bürgermeister und Kaufmännischer Direktor griffen gemeinsam zum Spaten

Inzwischen hat die Baumpflanzaktion zum „Tag des Baumes“ auf dem Gelände der LVR-Klinik Bedburg-Hau eine mehr als 10-jährige Tradition. Ende April treffen sich dazu jeweils ein Vertreter der Klinik und der Gemeinde zur gemeinsamen Pflanzaktion. In diesem Jahr erhielten zwei Rotbuchen durch Bürgermeister Stephan Reinders und dem Kaufmännischen Direktor Stephan Lahr auf der Wiese hinter der Kinder- und Jugendpsychiatrie einen neuen Standort. Seit 2008 sind alleine durch diese Aktion fast 30 neue Bäume gepflanzt worden, die den Park der Klinik bereichern. Die Rotbuche ist die häufigste Laubbaumart Deutschlands mit vielfältigen Facetten.

„Ich freue mich, dass dieser Termin nach wie vor stattfindet und die Aktion auch während der Coronazeit nicht ausfallen musste. So können wir jedes Jahr gemeinsam mit der Gemeinde auf die Bedeutung der Bäume für unsere Umwelt aufmerksam machen und aktiv zur Luftverbesserung beitragen“, erklärt der Kaufmännische Direktor bevor er selbst zum Spaten greift um das Pflanzloch zu befüllen. „Uns sind der Erhalt und die Erweiterung unseres Baumbestandes mit verschiedenen Bäumen ein wichtiges Anliegen. Daher werden wir in Kürze in einem neuen Flyer die bereits gepflanzten Bäume der vergangenen Jahre zum „Tag des Baumes“ aufführen und erklären, damit Gäste, Besucher*innen und Patient*innen bei einem Spaziergang übers Gelände auf einfache Art und Weise mehr über diese Pflanzen erfahren können.“

„Ich unterstützte die Baumpflanzaktionen in unserer Gemeinde gerne, da sie den Umweltgedanken beleben und hier z.B. auch die Verbundenheit zwischen Gemeinde und Klinik deutlich machen“, ergänzt der Bürgermeister. „Die beiden Buchen sind erst ein paar Jahre alt, doch sie können ein Lebensalter von bis zu 300 Jahren erreichen und symbolisieren damit nicht nur unsere Zukunft, sondern vor allem die unserer Nachkommen. Ich bin sicher, dass die beiden Bäume hier einen guten Standort finden. Vielleicht werden sie vielen Menschen einmal Schatten spenden und für Vögel Schutz und Nahrungsquelle sein“, so Reinders nach dem Griff zur Gießkanne, mit der er den Bäumen das erste erforderliche Wasser spendete.


Die Rotbuche, Fagus sylvatica, so der lateinische Begriff für den in Deutschland häufigste Laubbaum, hat nach 1990 bereits das zweite Mal den Titel „Baum des Jahres“ verliehen bekommen und zwar nicht zufällig. Die Rotbuche symbolisiert den Zwiespalt zwischen Verzweiflung und Hoffnung in der Klimakrise: Der Baum ist unkompliziert und pflegeleicht. Er kann sowohl auf sonnigen als auch an schattigen Standorten sehr gut wachsen. In unseren Breitengraden findet die Buche optimale Wachstumsbedingungen vor. Doch die extremen Temperaturen und Trockenperioden machen sich selbst an der Buche bemerkbar: Immer mehr Buchenbestände sterben ab. Sie weisen verkahlte Kronen auf oder werden von Schädlingen befallen. Um auf dieses Problem aufmerksam zu machen und die Klimakrise weiter in den Vordergrund zu rücken, hat die Dr. Silvius Wodarz-Stiftung die Rotbuche erneut zum „Baum des Jahres 2022“ ernannt.



Info:
Zum ersten „Tag des Baumes“, der am 25. April 1952 in Deutschland begangen wurde, pflanzten der damalige Bundespräsident Theodor Heuss und der Präsident der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Bundesminister Robert Lehr, im Bonner Hofgarten einen Ahorn. Der Tag des Baumes wird seitdem bundesweit jedes Jahr im April mit Feierstunden begangen und soll die Bedeutung des Waldes für den Menschen und die Forstwirtschaft im Bewusstsein halten.

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