(v.l.) Heinrich Lehmbrock, Alfred Nimphius, Sebastian Falke, Charlotte Quik MdL, Harold Ries, Sascha van Beek und Julia Zupancic (Foto: privat)

Kamp-Lintfort/Kreis Wesel. Artenschutz ist die oberste Aufgabe des Jägers. Und in Kooperation mit der Landwirtschaft lässt sich hier viel erreichen. Das sind die zentralen Erkenntnisse der Exkursion, die das Team Niederrhein mit der Kreisjägerschaft Wesel des Landesjagdverbandes NRW unternommen hat. Charlotte Quik, Julia Zupancic und Sascha van Beek waren gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Kreisjägerschaft, Harold Ries, sowie Alfred Nimphius und Sebastian Falke als weiteren Vertretern im Revier Saalhoff von Heinrich Lehmbrock unterwegs. Auch Münsterländer „Anni“ war mit von der Partie.

Zahlreiche Wildschutzstreifen hat die Jägerschaft in Kooperation mit den ansässigen Landwirten angelegt und damit Lebensraum für Hase, Reh und viele Vogelarten geschaffen. Insekten freuen sich ebenfalls über das Angebot. Auch die gezielte Bejagung von Prädatoren  trägt zum Artenschutz bei.

Neben vielen interessanten Einblicken nahm das Team Niederrhein auch einige Wünsche aus der Jägerschaft mit: Zum einen den Hinweis, dass sich die aktuelle Gesetzgebung des Landes NRW im Jagdrecht bewährt habe und keinesfalls massiver Veränderungen bedürfe. Und zum anderen die Bitte, erfolgreiche Förderstrukturen wie beispielsweise die Unterstützung für Drohnen zur Kitzrettung weiterzuführen und auszubauen.

„Ein großes Dankeschön an die Kreisjägerschaft Wesel, dass diese Exkursion so möglich war“, betonten Charlotte Quik, Julia Zupancic und Sascha van Beek und fassten noch einmal die Errungenschaften der NRW-Koalition zusammen und wagten einen Ausblick auf weitere Vorhaben. „Wir schätzen das hohe Engagement unserer Jägerschaft für ihre Hege- und Pflegeleistungen und sehen Jägerinnen und Jäger als wichtige Partner des Naturschutzes. Wir haben das Landesjagdgesetz so ausgerichtet, dass die Jagd praxisnah, nachhaltig und auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhend weiterentwickelt wurde. Die Jägerschaft hat Planungssicherheit und wird nicht mehr gegängelt. Unser Ziel ist die weitere Stärkung der Eigenverantwortung der Jägerinnen und Jäger sowie weniger Bürokratie. Nur gemeinsam mit den Jägern werden wir eine erfolgreiche Wiederbewaldung erreichen. Wir begrüßen den qualitativ hochwertigen Umweltbildungsauftrag, den die Jägerschaft wahrnimmt. Hier sehen wir einen wichtigen Beitrag, um die gesellschaftliche Debatte um die Jagd in Nordrhein-Westfalen weiter zu versachlichen“, so das Team Niederrhein. „Bei der Bekämpfung der vorrückenden Afrikanischen Schweinepest brauchen wir die Erfahrung der Jäger und angepasste Schwarzwildbestände. Wir werden landeseinheitliche und unbürokratische Wege entwickeln, die Jagdscheinerteilung zu vereinfachen. Hierbei wird die Digitalisierung ein wichtiger Baustein sein, bei dem wir auf Barrierefreiheit achten werden. Neben der Jagd gehört die Fischerei ebenfalls zu Nordrhein-Westfalen. Beide stehen für eine Förderung der heimischen Artenvielfalt.“

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