Seehundklasse der Waldschule, Lehrerinnen, Martin Zill von der Sparkassenstiftung (l.) und Stadtarchivar Thomas Jasper (m.) (Foto: Stadt Castrop-Rauxel)

Castrop-Rauxel. Sie ist ein Meilenstein für jedes Grundschulkind. Die Geschichtsrallye der dritten Grundschulklassen, die mit viel Liebe und Mühe vom Stadtarchiv und einem Netzwerk von Ehrenamtlichen, den Grundschullehrkräften, der Sparkassenstiftung, der Kulturgemeinde sowie weiteren Unterstützern getragen wird. Nach zweijähriger coronabedingter Unterbrechung kann in diesem Jahr die schon zur Tradition gewordene Rallye durch die Innenstadt Mitte Juni wieder stattfinden.

Mit viel Spaß und großem Engagement aller Beteiligten lernen die Grundschüler dabei in der Vorbereitung durch die Schule mit extra bereitgestelltem Material interessantes über Castrop- Rauxel. Jede teilnehmende Klasse bekommt zudem eine eigene kleine Stadtführung zu bedeutsamen Orten der Stadtgeschichte. So am vergangenen Dienstag, 26. April, auch die Seehundklasse (3b) der Waldschule. Für Klassenlehrerin Janine Eisen ist es enorm wichtig, dass die Kinder sich mit ihrer Heimatstadt beschäftigen und wissen, welche Geschichte und besondere Merkmale die Stadt hat, in der sie aufwachsen. „Warum steht das Pferd auf dem Marktplatz?“, „Was macht der Mann da mit der Taube?“ sind nur einige Fragen der wissbegierigen Kinder der Seehundklasse. Aber auch nachdenkliches kommt zur Sprache. An einem Stolperstein, der an das Schicksal der Opfer des Nationalsozialismus erinnert, rechnen die Kinder aus, dass der kleine Jonathan erst drei Jahre alt war, als er deportiert wurde. Auch auf dem jüdischen Friedhof hören die Kinder dann gespannt Stadtarchivar Thomas Jasper zu. Weitere Stationen der Führung sind u.a. das Bürgerhaus, also die ehemalige Feuerwache, die Lambertuskirche und die evangelische Kirche sowie der ERIN-Turm. Nach all den Informationen der Stadtführung und mit dem Unterrichtsstoff in der Schule sollten alle dritten Klassen bis zum Stadtquiz gut vorbereitet sein, um mit Spaß und Wissen die über zwanzig Fragen der Geschichtsrallye zu meistern.

Die gute Leistung von Gruppen und Klassen werden dann mit Geldpreisen, Gutscheinen des Westfälischen Landestheaters, Buchgeschenken und mehr belohnt.

Martin Zill von der Sparkassenstiftung freut sich, dass die finanzielle Unterstützung der Geschichtsrallye so prima in die Förderziele Kultur, Wissenschaft und Umwelt der Stiftung passt: „Hier wird den Kindern vermittelt, woher sie kommen. Sie laufen mit offenen Augen durch die Stadt und wissen durch die Geschichtsrallye was die Kunstwerke, Gebäude und Stolpersteine zu bedeuten haben.“ Für alle, ob Teilnehmende oder Unterstützer, ist die Geschichtsrallye sicherlich ein Lieblingsprojekt.

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