Koordination, Kommunikation und eine Portion Herzblut sind für den oder die Baustellenkümmerer gefragt (Foto: © StadtMG)

Mönchengladbach. Die gesuchte Verstärkung soll sich vor allem um Rathausneubau kümmern – Koordination, Kommunikation und eine Portion Herzblut sind gefragt

Die Menschen über die Entwicklung im Quartier zu informieren, sie zu beteiligen, ihre Anregungen und Wünsche aufzunehmen – das sind ganz wesentliche Aufgaben des Quartiersmanagements Rheydt mit Sitz in der Marktstraße. Eines der größten städtischen Vorhaben soll dabei gleich gegenüber dem Quartiersbüro entstehen: das Rathaus der Zukunft mg+. Weil ein so großes und stadtprägendes Projekt in besonderem Maße Austausch, Vermittlung und Information erfordert, soll die Quartiersarbeit in Rheydt weiter gestärkt werden.

Angedockt an das Quartiersmanagement und in dessen Räumlichkeiten soll zukünftig auch ein Dienstleister oder eine Arbeitsgemeinschaft arbeiten, die einen inhaltlichen Fokus auf dem zukünftigen Rathausneubau hat. „Es ist ein großes Anliegen der Stadt Mönchengladbach, das Projekt schon während der weiteren Planung gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, den Mitarbeitenden der Verwaltung, mit Gewerbetreibenden und mit der Politik zu gestalten – eben mit allen beteiligten Akteuren und Interessierten“, erklären Stadtdirektor und Planungsdezernent Dr. Gregor Bonin und Stadtkämmerer Michael Heck als Projektverantwortliche des Rathausneubaus.

Die Aufgabe erfordert neben reichlich Herzblut für das Projekt vor allem koordinatives und kommunikatives Geschick. Das geht aus dem Leistungsbild hervor, das die Stadt, genauer gesagt, die eigenbetriebsähnliche Einrichtung (EäE) Rathaus der Zukunft mg+ , unter der Überschrift „Baustellenkümmerung“ auf dem Vergabemarktplatz Rheinland ausgeschrieben hat: Anfragen koordinieren und beantworten, Ansprechpartner sein, als Mediator fungieren, Führungen anbieten, Beteiligungsformate initiieren und dergleichen mehr wird für die oder den zukünftigen Baustellenkümmerer zum Arbeitsalltag gehören – ebenso wie die Vor-Ort-Präsenz im Büro des Quartiersmanagement. So kann sie oder er voraussichtlich ab Herbst die Arbeit des Quartiersmanagements insgesamt unterstützen und ist gleichzeitig „ganz nah dran“ am Rathaus der Zukunft.

Wichtige Fachplanungen für Rathausneubau beauftragt

Aktuell schreiten die Planungen für das Rathaus der Zukunft mg+ voran. Zuletzt hat der Rat sich im Dezember mit Anregungen aus der Bürgerschaft befasst und auf Grundlage der präzisierten Planung beschlossen, welche Umsetzungsvariante weiterverfolgt werden soll. Während die Objektplanungen laufend weiter konkretisiert werden, konnte die Stadt inzwischen weitere Fach- und Detailplanungen vergeben. Ganz wesentlich sind dabei der Brandschutz und die Statik (Tragwerksplanung). Auch die Geotechniker sind inzwischen an Bord. Sie führen Baugrunduntersuchungen durch, unter anderem weil der Rathausneubau mithilfe von Tiefenbohrungen für Erdwärme energieautark beheizt und gekühlt werden soll. Im weiteren Verlauf dieses Jahres sind zahlreiche weitere Vergaben vorgesehen, um die Planungen bis zum Bau- und Investitionsbeschluss des Rates weiter vorantreiben zu können.

Durch Erweiterungs-, Sanierungs- und Neubaumaßnahmen soll im Zuge des Projekts „Rathaus der Zukunft mg+“ in Rheydt ein zentraler Standort für rund 1.700 Verwaltungsmitarbeiter*innen entstehen und damit ein wichtiger Impuls für die Entwicklung der Rheydter Innenstadt gesetzt werden. Das Projekt bezieht neben dem Alten Rathaus auch das benachbarte Karstadt-Gebäude sowie einen Neubau am Standort des abzureißenden Sparkassengebäudes mit ein. Die größtmögliche Nutzung der Bestandsgebäude ist ein wesentlicher ökologischer Baustein des Projektes. Aber auch durch Geothermie, Photovoltaik oder die geplanten Dach- und Fassadenbegrünungen trägt das Vorhaben eine nachhaltige Handschrift.

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