Photovoltaik auf dem Kreishaus (Foto: Ennepe-Ruhr-Kreis)

Ennepe-Ruhr-Kreis. Der Ennepe-Ruhr-Kreis möchte bis 2030 klimaneutral werden. Ein entsprechendes Klimaschutzkonzept ist erstellt, einige Projekte bereits auf den Weg gebracht. Um mehr klimaschädliches CO2 einzusparen, soll jetzt auch die Energie der Sonne genutzt werden. Dafür plant der Kreis Schritt für Schritt alle Dächer seiner Gebäude mit Photovoltaik-Anlagen auszustatten.

Machbar ist das klimaschutzfreundliche Projekt. Bereits 2021 hat ein vom Kreis beauftragtes Unternehmen in einer sogenannten Potenzialanalyse die baulichen Grundlagen geprüft, statische Berechnungen angestellt und Fördermöglichkeiten abgeklopft.

Erkenntnis: Neun Dächer kommen grundsätzlich in Frage und können dem Vorbild des Straßenverkehrsamtes in Schwelm sowie weitere Liegenschaften, auf denen bereits Sonne geerntet wird, folgen. Die Dächer des Kreishauses in Schwelm sowie der Verwaltungsnebenstelle in Witten drehen dabei noch eine Warteschleife, hier soll es losgehen, wenn die Gebäude saniert sind. Losgehen könnte es aber bald auf den Dächern der sechs kreiseigenen Schulen.

Das Signal der Kreisverwaltung, energieunabhängiger zu werden, erhielt auch vom Kreistag in seiner jüngsten Sitzung viel Lob. Einstimmig sprachen sich die Kreistagsabgeordneten für die Photovoltaik-Pläne aus und gaben das dafür benötigte Budget in Höhe von 900.000 Euro frei.

Einen Anreiz zum Bau von Photovoltaik-Anlagen auf kommunalen Dächern hat auch das Land NRW mit einem Förderprogramm gegeben, von dem der Kreis profitiert hätte. Unerwartet wurde das Programm allerdings Anfang des Jahres aufgrund zu hoher Nachfrage gestoppt. Aktuell arbeitet das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie NRW an einer neuen Finanzierungsgrundlage, so dass eine Förderung eventuell bald wieder möglich ist.

“Sollte das Land das Förderprogramm wiederaufnehmen, könnten wir alle erforderlichen Unterlagen sofort einreichen”, erklärt Pirapu Arunthavarajah, Mitarbeiter im technischen Gebäudemanagement des Kreises. “Momentan arbeiten wir weiter daran, die Ausschreibung für den Kauf und die Montage der PV-Anlagen auf den Weg zu bringen”.

Egal ob am Ende mit oder ohne Fördermittel, die Anlagen werden kommen. Verwaltung und Politik sind sich darin einig: Die Energie der Sonne soll nicht ungenutzt bleiben, das vorhandene Potential auf den Gebäuden des Kreises ausgeschöpft werden.

“Weniger CO2-Emissionen und der damit verbundene Klimaschutz reichen allen Beteiligten als Argumente. Wir werden das Potential von über 700 kWp umfassend nutzen”, versichert Christian Kappenhagen, Fachbereichsleiter Gebäudemanagement und Umwelt des Kreises.

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