(Foto: Jörg Dembinski / Spielbilder Werkselfen TSV Bayer 04 Leverkusen)

Leverkusen. Die Enttäuschung nach dem Schlusspfiff war groß: Die Bundesligahandballerinnen des TSV Bayer 04 Leverkusen unterlagen vor 350 Zuschauer in der Ostermann Arena den Tussies aus Metzingen mit 25:31 (14:19) und stecken mehr denn je im Tabellenkeller fest.

Die vierte Heimniederlage in Folge haben die Werkselfen mit einer schwachen ersten Halbzeit eingeleitet. Es war eine Vorstellung der Elfen, in der im Angriff zu wenig Durchschlagskraft war, aber in der sie besonders in der Deckung kaum einen Zugriff auf das von Nationalspielerin Silje Brons Petersen klug geführte Angriffsspiel der Gäste bekamen.

Nachdem Anna Albek die Tussies nach 15 Minuten mit 11:6 in Führung geworfen hatte, nahm Elfentrainer Johan Petersson bereits seine zweite Auszeit. Doch auch eine offensivere Deckungsvariante bracht nicht den gewünschten Erfolg uns so nahmen die „Pink Ladies“ aus dem Ermstal eine deutliche 19:14-Führung mit in die Halbzeitpause.

„Wir haben in den ersten 30 Minuten sehr schlecht in der Abwehr gestanden. Dann ist auch schwer für die Torhüterin ins Spiel zu kommen. Wir haben genau das trainiert in den vergangen zwei Wochen, haben es aber nicht umgesetzt bekommen“, zeigte sich der Schwede besonders von der Leistung vor der Pause enttäuscht.

Der Start in Halbzeit zwei sollte den Elfen dann besser gelingen. Mit einem 3:0-Lauf zum zwischenzeitlichen 19:21 (37.) schienen die Gastgeberinnen endlich im Spiel angekommen zu sein. Doch zeigten sich die Tussies wenig beeindruckt und ließen ihrerseits vier Treffer in Folge folgen.

„Wir kommen auf zwei Tore heran, aber vergeben dann die Chancen. Uns fehlt es dann insgesamt an Stabilität“, haderte Petersson anschließend.

Damit war die Partie so gut wie vorentschieden, daran änderte auch die Rote Karte gegen Brons Petersen in Minute 42 nichts. Die Spielmacherin traf beim Siebenmeter TSV-Torfrau Kristina Graovac ins Gesicht und wurde den Regeln entsprechend disqualifiziert.

Doch auch der Verlust ihrer Spielgestalterin konnte die Metzingerinnen nicht mehr von vom Erfolgsweg abbringen und so gingen die zwei Punkte verdient an die Tussies, die damit eine starke Antwort auf die Heimniederlage vom Mittwoch gegen den VfL Oldenburg gaben.

„Heute wir gezeigt, dass wir es können. Wir haben ein anderes Gesicht gezeigt als zuletzt und haben die richtigen Entscheidungen getroffen“, freute sich Tussies-Trainerin Edina Rott über den sechsten Auswärtssieg der Saison und Platz fünf in der Tabelle.

Für die Werkelfen ist der Blick aufs Tableau weniger erfreulich. Nach der siebten Heimniederlage ist man auf den drittletzten Rang abgerutscht und „benötigt noch mindestens einen Sieg“, so Petersson, für den mit den Elfen am kommenden Wochenende eine Auswärtspartie bei der HSG Blomberg-Lippe auf dem Programm steht.

 

Die Spielstatistik:

TSV Bayer 04 Leverkusen – TuS Metzingen 25:31 (14:19)

Leverkusen: Vogel, Graovac; Thomaier (6), Jurgutyte, Teusch, Hinkelmann (2), Sprengers, Holste, Klein (6), Cormann (3), Bruggeman, Ronge, Terfloth (1), Huber (6/2), Souza (1), Klobucar; Trainer: Johan Petersson.

Metzingen: Roth, Nilsson; Pandza (2), Albek (3), Östlund (4), Rott, Juuhl Svensson (3), Tröster (1), Weigel (2), van der Baan (5/1), Hübner (2), Symanzik, Brons Petersen (7/3), Nocun (2); Trainerin: Edina Rott.

SR: Biehler/Dietz (Offenburg/Ohlsbach) – Z: 350. – Zeitstrafen: 4:8 Minuten (Hinkelmann, Terfloth – Albek, Hübner, Brons Petersen und Disqualifikation Brons Petersen nach Kopftreffer bei 7m/42.). – Siebenmeter: 2/2:6/4 (Graovac hält gegen Brons Petersen/42., van der Baan an den Pfosten/49.). – Spielfilm: 0:1 (2.), 1:1 (3.), 1:3 (5.), 2:6 (8.), 6:10 (13.), 6:12 (16.), 7:14 (20.), 9:14 (22.), 11:17 (26.), 14:17 (29.), 14:19 (30.) – 14:20 (32.), 16:20 (34.), 16:21 (35.), 19:21 (37.), 19:25 (43.), 20:25 (44.), 22:28 (51.), 23:30 (54.), 24:31 (57.), 25:31 (59./EN).

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