Über den Silbernen Meisterbrief freute sich Dachdecker Andreas Schramm (Mitte). Obermeister Engelbert Hallmann von der Dachdecker-Innung Krefeld (r.) und Hauptgeschäftsführer Marc Peters von der Kreishandwerkerschaft Niederrhein überreichten ihm die Urkunde (Foto: Kreishandwerkerschaft)

Krefeld. Dachdecker Andreas Schramm aus Krefeld erhielt den Silbernen Meisterbrief

 Gleich drei Meisterbriefe hängen jetzt bei Andreas Schramm im Unternehmen. Zu seinem eigenen und dem seines Sohnes Nico ist gerade der Silberne Meisterbrief dazugekommen – seit 25 Jahren ist Schramm meisterlich als Dachdecker unterwegs.

Engelbert Hallmann, Obermeister der Dachdecker-Innung Krefeld, und Marc Peters, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Niederrhein, überreichten ihm die Urkunde während der Innungsversammlung im Restaurant Verve in Krefeld.

„Dass ich Dachdecker geworden bin, war eigentlich ein Zufall“, verrät Andreas Schramm lächelnd. Schon als Jugendlicher begleitete er seinen Vater, der Tischler war, bei der Arbeit – und so auch zu einem Dachdeckerbetrieb, bei dem sein Vater zu tun hatte. „Der Dachdecker bot mir einen Ferienjob an, und ich sagte zu“, erinnert sich der heute 57-Jährige.

Damit war der Grundstein für seinen späteren Beruf gelegt. Der Dachdecker mit dem Ferienjob hatte nämlich auch eine Lehrstelle für Andreas Schramm, und so startete der Krefelder seine Ausbildung. 1994 begann er dann seine Meisterqualifikation in Abendschule. Im März 1997 hielt der Krefelder voller Stolz seinen Meisterbrief im Dachdeckerhandwerk in den Händen. Eine Zeitlang arbeitete er noch als angestellter Meister, dann wagte er vor 19 Jahren den Schritt in die Selbstständigkeit an der Wilhelm-Stefen-Straße 40 in Krefeld.

„Ich würde den Beruf jederzeit wieder wählen. Es ist schön, immer wieder seine eigene Arbeit zu sehen, wenn man unterwegs ist. Wenn die Kunden zufrieden sind, macht das einen selbst glücklich“, sagt Andreas Schramm. Mit seiner Begeisterung für den Beruf hat er seinen Sohn Nico ebenfalls angesteckt. Nico Schramm folgte seinem Vater beruflich und ist seit 2014 ebenfalls Dachdeckermeister. Damit zählt der Handwerksbetrieb zwei Meister. Hinzu kommen zwei Gesellen und ein Auszubildender – die Förderung des handwerklichen Nachwuchses liegt Andreas Schramm am Herzen. Mit seinem Betrieb hat er sich auf Reparaturen spezialisiert. Über Arbeitsmangel kann er auf der ganzen Linie nicht klagen. „Unsere Kunden kommen zu 80 Prozent aus Fischeln, wo wir mit dem Unternehmen angesiedelt sind. 15 Prozent entfallen auf den näheren Umkreis und fünf Prozent gehen darüber hinaus“, informiert Andreas Schramm.

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