Im Rahmen der Fahndung konnte die Polizei den Transit ausfindig machen (Foto: Polizei)

Monheim am Rhein. Am Montagabend (9. Mai 2022) kam es in Monheim-Baumberg zu einem Verkehrsunfall, bei dem ein 30-jähriger Monheimer leicht verletzt wurde. Der Unfallverursacher war von der Unfallstelle geflüchtet – allerdings konnte die Polizei den mutmaßlichen Unfallfahrer im Rahmen der Ermittlungen ausfindig machen und ein Verfahren gegen ihn einleiten.

Folgendes war nach dem derzeitigen Stand der Unfallermittlungen geschehen:

Gegen 21 Uhr war ein Mann in einem rostfarbenen Transporter in Baumberg über die Hauptstraße gefahren. Hierbei prallte er – laut Angaben von Zeugen ungebremst und mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit – in den Mercedes eines 30-jährigen Monheimers, der gerade aus einer Grundstückseinfahrt auf die Straße gefahren war und schon mit dem gesamten Fahrzeug auf der Straße stand. Aufgrund des heftigen Aufpralls wurde der Mercedes noch in einen am Fahrbahnrand geparkten Hyundai geschoben. Insgesamt schätzt die Polizei den entstandenen Unfallschaden auf eine Summe von rund 10.000 Euro.

Trotz des großen Unfallschadens setzte der Fahrer des Ford Transits seine Fahrt fort und flüchtete von der Unfallstelle in Richtung Geschwister-Scholl-Straße. Zeugen alarmierten nun Rettungskräfte und die Polizei.

Während der Fahrer des Mercedes in einem Rettungswagen behandelt wurde, fahndete die Polizei nach dem Fahrer des Transporters. Tatsächlich konnten die Beamten den Halter des Fords – einen 40-jährigen Baumberger – an seinem Wagen an der Geschwister-Scholl-Straße stellen. Hierbei stellten die Polizisten fest, dass der mutmaßliche Fahrer unter ganz erheblichem Alkoholeinfluss stand. Ein bei ihm noch vor Ort durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von rund 1,9 Promille (0,94 mg/l). Das hatte zur Folge, dass der Mann mit zur Polizeiwache musste, wo ihm zur weiteren Beweisführung eine ärztliche Blutprobe entnommen wurde.

In einer ersten Befragung bestritt der Beschuldigte, das Auto gefahren zu sein. Daher sicherte die Polizei umfangreiches Spurenmaterial im Ford Transit, zudem wurde auch das Handy des Beschuldigten sichergestellt, welches im Fußraum am Fahrersitz lag. Ferner wurde auch gleich der ganze Transit als Beweismittel sichergestellt und daher abgeschleppt. Gegen den Mann, der keinen Führerschein besitzt, wurden entsprechende Ermittlungsverfahren eingeleitet. (ots)

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