Für 50 Cent können Passantinnen und Passanten aus dem ehemaligen Kaugummiautomaten eine Kapsel mit regional angepasstem Samen ziehen. Die Blühmischungen aus Wild- und Kulturpflanzen sind für die Aussaat im eigenen Garten oder auf dem Balkonkasten gedacht (Foto: vhs)

Moers. Der 20. Mai ist Weltbienentag – ein wichtiger Tag auch für Menschen. Ein Drittel der menschlichen Nahrung geht auf die kleinen Bestäuber zurück. „Das ist ein guter Grund, am Weltbienentag etwas zurückzugeben, indem wir pollen- und nektarreiche Blumen pflanzen“, findet vhs-Leiterin Beate Schieren-Ohl. In Moers gibt’s die passende Blühmischung aus dem Automaten vor dem Hanns-Dieter-Hüsch-Bildungszentrum (Wilhelm-Schroeder-Straße 10). „Wenn es ab morgen keine Bienen mehr gäbe, wären zwei von drei Regalen im Supermarkt einfach leer”, betont Schieren-Ohl. Die vhs betreibt den Automaten gemeinsam mit der Bibliothek.

Über ein Jahrzehnt weltweites Bienensterben
80 Prozent der heimischen Kultur- und Wildpflanzen werden von Bienen bestäubt. Zur Erhaltung der Artenvielfalt bedarf es neben der Honigbiene auch ihrer ‘wilden’ Cousinen. „Die Bestäubungsleistung der Wildbienen ist meist sogar höher”, erklärt Christian Bourgeois, Initiator der Frankfurter Bienenretter-Initiative. Leider fehlt es vielerorts an Nahrungsquellen und Nistplätzen. „Wir können seit über einem Jahrzehnt ein weltweites Bienensterben beobachten”, bedauert Bourgeois. Mit der Deklaration des Weltbienentags im Jahr 2018 habe die Generalversammlung der Vereinten Nationen „endlich gewürdigt, welche elementare Rolle die Biene für die gesamte Menschheit hat”. Mit dem 20. Mai fällt der Weltbienentag auf den Geburtstag des slowenischen Hofimkermeisters Anton Janscha (18. Jahrhundert). Er leitete die erste moderne Imkerei-Schule.

InfoKlick: Weitere Informationen zum Bienenfutterautomaten unter www.bienenautomat.de und www.bienenretter.com/bienenautomat/.

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