Einsatz der Drehleiter (Foto: Feuerwehr)

Witten. Gegen 05:27 Uhr wurde die Feuerwehr Witten zu einem entwickelten Brand im Gebäude in die Lessingstraße gerufen. Beim Eintreffen gegen 05:30 Uhr konnte ein massiver Brand im Dachstuhl mit hohen Flammen bestätigt werden. Kräfte der Feuerwehr Witten wurden sofort massiv nachgefordert. Die benachbarte Werkfeuerwehr DEW hatte die Rauchentwicklung von Ihrem Werkgelände aus beobachten können und setzte sich sofort mit Ihrem Löschzug in Richtung der Rauchentwicklung in Marsch.

Ein Ersthelfer, der den Brand entdeckt hatte, hatte die Rettung mit der Polizei schon vor dem Eintreffen der Feuerwehr eingeleitet, sodass die Bewohner des betreffenden Hauses den Einsatzkräften zum größten Teil selbstständig entgegenkamen. Drei Personen waren jedoch in einer Wohnung durch Brandrauch eingeschlossen. Diese wurden durch mehrere Angriffstrupps aus Ihrer Lage befreit und in Sicherheit gebracht. Keiner der insgesamt 20 Bewohner wurde bei dem Einsatz verletzt. Jedoch zog sich der Ersthelfer bei seinem selbstlosen Einsatz eine Rauchgasvergiftung zu und wurde zur weiteren Untersuchung in ein Wittener Krankenhaus transportiert.

Nachdem die Menschenrettung abgeschlossen war, wurde die Brandbekämpfung eingeleitet. Hierzu wurden zwei Drehleitern der Feuerwehr Witten, sowie der Teleskopmast der Werkfeuerwehr DEW eingesetzt. Zusätzlich wurde das Feuer im Dachstuhl durch Angriffstrupps im Innenangriff mit zwei C-Rohren bekämpft. Gegen 06:00 Uhr war das Feuer unter Kontrolle und gegen 07:00 Uhr zum größtenteils gelöscht. Danach wurde mit Nachlöscharbeiten begonnen. Teilweise mussten Dachpfannen von der Drehleiter aus entfernt werden, um an die Glutnester gelangen zu können. Von innen wurde der Dachstuhl mit der Wärmebildkamera kontrolliert, um so gezielt kleine Glutnester ausfindig zu machen und mittels C-Rohr abzulöschen. Während des gesamten Einsatzes war die Bergerstraße komplett gesperrt. Einzelne Einheiten der Feuerwehr konnten nach und nach aus dem Einsatz entlassen werden. Der Einsatz dauerte bis ca. 12:00 Uhr.

Der Löschzug der Berufsfeuerwehr wurde durch die Löscheinheiten Altstadt, Heven, Annen, DLK Bommern sowie der IuK unterstützt. Insgesamt waren 50 Einsatzkräfte der Feuerwehr sowie zwei Rettungswagen und ein Notarztfahrzeug an der Einsatzstelle. Die verwaiste Hauptwache wurde durch die Löscheinheit Bommern besetzt. (ots)

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